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Klein aber fein ist rar

Wohnungsmarkt Klein aber fein ist rar

Junge Leute, die das Elternhaus verlassen und die eigene Wohnung beziehen wollen, Paare, die sich trennen und als Singles mit 50 bis 70 Quadratmetern auskommen, Bezieher von Arbeitslosengeld II, denen die Wohnungsgröße vorgeschrieben wird: Viele Menschen suchen nach Angabe von Stadthäger Maklern derzeit eine kleine Wohnung in guter Lage - und das Angebot ist knapp.

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Kleine Wohnungen für Singles sind in Stadthagen offenbar Mangelware.

Quelle: sk

Stadthagen. Nur ein gutes Dutzend Wohnungen unter 70 Quadratmetern sind auf einem führenden Wohnungsportal im Internet für Stadthagen inseriert, darunter lediglich zwei Einzimmerwohnungen und nur vier Wohnungen mit zwei Zimmern.

Steigende Nachfrage bei sinkendem Angebot meldet Jürgen Buhr, Inhaber des Maklerbüros Oberschür Immobilien. Unter anderem etliche Bezieher von Arbeitslosengeld II würden sich vermehrt an sein Büro wenden. Für ALG II-Bezieher, denen die Miete vom Jobcenter überwiesen wird, gelte: Einer Person stehen 50 Quadratmeter Wohnraum zu, zwei Personen 60, drei Personen 75 Quadratmeter.

Allerdings spiele bei der Kostenübernahme nicht nur die Größe sondern der Gesamtpreis der Wohnung inklusive Nebenkosten ein Rolle, ergänzt Bernd Dittmer, Geschäftsführer des Job-Centers Schaumburg. Die Gruppe der ALG II-Bezieher kennzeichnet Dittmer als „umzugsfreudig“. Jedoch habe sich die Zahl der Bedarfsgemeinschaften in den vergangenen Monaten nicht erhöht, sondern sei mit 6000 eher leicht rückläufig.

Eine „extrem starke Nachfrage“ nach kleinen Wohnungen sieht auch Immobilienmakler Carsten Winkelhake. Es sei halt nicht mehr so, dass die Generationen unter einem Dach lebten. Besonders Singles suchten kleine Wohnungen von 60 bis 70 Quadratmeter.

Der Mietpreis betrage laut Winkelhake stabil etwa 5,50 Euro bis 6 Euro pro Quadratmeter, für Neubauwohnungen schon mal 7 Euro. Damit liege Stadthagen klar unter dem Niveau von Wunstorf oder gar Hannover. Wenn es Stadthagen allerdings schaffe, sich näher an Hannover anzubinden, „dann wird es auch hier teurer“, meint Winkelhake.

Die Zahlen bestätigt Andrea Wulf von der Volksbank Hameln-Stadthagen. Nach dem Grundstücksmarktbericht liegt der Durchschnittspreis je nach Stand der Renovierung bei 5,80 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen bis 64 Quadratmeter, die bis 1995 gebaut wurden.

Für größere Wohnungen gelten 5,60 Euro, für Wohnungen, die bis 1994 gebaut wurden, 4,80 Euro.
Als bevorzugte Wohngebiete sind nach wie vor das alte und neue Villenviertel (Houpeweg) und der Ziegeleiteich gefragt. Attraktiv sind hier unter anderen die ruhige Lage beziehungsweise die gute Erreichbarkeit der Innenstadt zu Fuß.

Mieter zahlt

Wer eine Wohnung mietet, die über Makler vermittelt wird, muss nach wie vor die Maklergebühren bezahlen. Ein Gesetz, das dieses nach dem sogenannte Bestellerprinzip anders regeln soll, verharrt nach Auskunft des Deutschen Mieterbundes Hannover im Bundestag. Schuld seien Diskussionen über die Mietpreisbremse, die gleichfalls in das Gesetz eingehen solle.

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