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Kleine Lösung für das Café

Schlossgarten Kleine Lösung für das Café

Wie erwartet hat der Rat in Sachen Schlossgartencafé am Montagabend einstimmig eine kleine Lösung beschlossen. Demnach wird der durch den Brand beschädigte Querbau bis auf den kleinen WC-Trakt abgerissen. Das Lusthaus soll an der Süd- und Ostseite saniert werden.

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Im Mai 2015 hat es im Schlossgartencafé gebrannt – seitdem ruht der Betrieb.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Nach Auskunft von Bürgermeister Oliver Theiß herrscht weiterhin Konsens darüber, dass die Verwaltung sich bemühen soll, schon für den kommenden Sommer die Einrichtung eines Sommercafés zu gewährleisten. Die jetzt beschlossene Lösung ermögliche es, schnell mit der Sanierung zu beginnen, sagte SPD-Fraktionschef Jan-Philipp Beck: „Das finden wir äußerst wichtig.“ Zudem werde dadurch keine weitere denkbare künftige Entwicklung verbaut. Als eine solche langfristige Variante favorisiert die SPD laut Beck die komplette Wiederherstellung des Lusthauses in seiner historischen Form. Weitere Bauten seien nicht erforderlich. Das sei „finanziell realistisch und relativ schnell umsetzbar“. Die SPD halte in dem Lusthaus auch eine ganzjährige Gastronomie für machbar. Wenn sich ein privater Investor finde, der am Südende des Schlossgartens ein Café errichten will, würde sich die SPD dem nicht verschließen, so Beck. Im Gegenteil: Die Verwaltung solle anstreben, einen solchen Investor zu finden.

„Ein Schritt in die richtige Richtung“

Die jetzt beschlossene Lösung sei „der kleinste gemeinsame Nenner“, sagte CDU-Fraktionssprecher Heiko Tadge. Dem stimme die Union deshalb zu, weil es sinnvoll sei, dass schnell überhaupt etwas passiere. „Diese Lösung ist aber nur ein Zwischenschritt, nicht mehr.“ Die CDU sei weiterhin der Überzeugung, dass zusätzlich zum Abriss des Querbaus und der Sanierung der zwei Lustschloss-Fassaden ein seitlicher gläserner Anbau für ein Café sinnvoll und möglich wäre. „Wir wären bereit gewesen, dieses schon jetzt so zu beschließen, aber es ist halt derzeit nicht mehrheitsfähig“, betonte Tadge. Gleichwohl sei die jetzige kleine Lösung „ein Schritt in die richtige Richtung“, nicht zuletzt, weil es die von der CDU favorisierte Variante zumindest nicht verbaue. Sodann drückte Tadge aufs Tempo: Was das Sommercafé angehe, erfordere das „schon gleich zu Beginn des kommenden Jahres konkrete Umsetzungsbeschlüsse“.

Auch WIR stimme der kleinen Lösung zu, postulierte Jürgen Burdorf. Diese ermögliche ein Sommercafé schon im kommenden Jahr. Eine große Lösung würde um die 500000 Euro kosten. Das sei ohne eine genaue betriebswirtschaftliche Kalkulation, ob sich so etwas für die Stadt mit Blick auf eine zukünftige gastronomische Nutzung rentiert, nicht zu verantworten. Er riet, für die Kalkulation verschiedner Café-Varianten gastronomischen Sachverstand hinzuzuziehen.

Maria Börger-Sukstorf (Grüne) bezeichnete es als „historische Chance, das Lusthaus in ursprünglicher Form wieder herzustellen“. Sie plädierte dafür, einer Gastronomie im Lusthaus „eine Chance zu geben, sich zu entwickeln“. Planungen für weitergehende Varianten schon in 2017 halte sie deshalb nicht für nötig. Lothar Biege (FDP) lobte, dass schon im kommenden Jahr ein Sommercafé möglich wird.

Theiß (parteilos) stimmte der kleinen Lösung „als erstem Schritt“ zu, tat aber erneut kund, langfristig Anhänger einer großen Lösung zu sein. Er appellierte an die Fraktionen, rasch Rahmenbedingungen wie etwa den Standort und die Art des Gebäudes für einen eventuellen Café-Investoren klarzustellen. ssr

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