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Klosterstraße: Anwohner wenden sich gegen Ärztezentrum

Jetzt schon zu eng Klosterstraße: Anwohner wenden sich gegen Ärztezentrum

Gegen die Standortoption eines Fachärztezentrums an der Klosterstraße wenden sich dortige Anwohner. Sie argumentieren, dass die schmale Einbahnstraße ohnehin schon genug durch den Verkehr belastet sei.

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Helmut Hansing (von links), Jörg Hülsing, Bettina Hellmann, Alfred Wenzel und Natascha Hartmann lehnen eine weitere Verkehrsbelastung der schmalen Klosterstraße ab. 

Quelle: sk

Stadthagen. „Die Verkehrsbelastung in der Klosterstraße aber auch in der Engen- und in der Wallstraße ist zu Geschäftszeiten bereits jetzt schwer zu ertragen“, sagt Jörg Hülsing. An die erlaubte Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde in der verkehrsberuhigten Straße halte sich kaum jemand.
„Wie schlimm soll es dann erst mit dem Ärztezentrum werden?“, fragt Hülsing, der vor fünf Jahren an die Klosterstraße gezogen ist. Er habe sich wegen der Schnellfahrer bereits an die Polizei gewandt.
„Die Autos kommen von oben richtig angeschossen“, klagt ebenso Helmut Hansing mit Blick Richtung südliche Einfahrt auf die Klosterstraße. Der 82-Jährige, der seit 13 Jahren an der Straße lebt, ist außerdem unglücklich über die Parksituation. Vor der Häuserzeile an der westlichen Straßenseite zieht sich ein gebührenpflichtiger Parkstreifen. Dort darf jeder sein Auto abstellen, auch die Anwohner.
Jedoch sei es Glückssache, wenn diese einen freie Bucht vorfinden – „vor allem abends“, sagt Hansing. Und wenn das Ärztezentrum komme, werde es noch schlimmer, fürchtet der Anwohner.
Ein Ärztezentrum an der Klosterstraße südlich der Marktpassage befürworten bislang Kaufmann Günther Kreft, dem das zu bebauende Areal gehört, und die Ratsgruppe WIR/FDP. Geplant sind rund 6000 Quadratmeter neue Geschäftsfläche und 300 Stellplätze. Kreft geht davon aus, dass ein Ärztezentrum täglich etwa 2000 Patienten in die Stadt bringt.
Der geschätzten Patientenzahl stehen zwar mehr neue Parkplätze gegenüber. Derzeit sind jedoch die Parkplätze an der Klosterstraße mit 30 Cent pro halbe Stunde günstiger als die Parkplätze hinter der Marktpassage, für die 50 Cent pro halbe Stunde fällig sind. Bleibe es so, würden die Parkplätze auf der Klosterstraße von den Patienten sicher bevorzugt, meint Anwohnerin Natascha Hartmann.
WIR/FDP hat unterdessen in einem Gespräch mit Bürgermeister Oliver Theiß ihren Standpunkt untermauert, das geplante Ärztezentrum gehöre an die Klosterstraße. „Das Ärztezentrum muss in die Innenstadt und nicht an den Rand“, sei die Kernaussage, heißt es in einer Pressenotiz der Ratsgruppe.
„Mit diesem Standort würde die Kernstadt ungemein aufgewertet“, zeigt sich FDP-Ratsherr Lothar Biege überzeugt. Im Gespräch mit Theiß fügte er hinzu, ein Ärztezentrum an der Klosterstraße sei mit Blick auf die vorhandenen medizinischen Einrichtungen auf dem Krankenhausareal keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung.
Nach Darstellung der Ratsgruppe hat sich der Bürgermeister die Argumente „wohlwollend angehört“ und habe auf „ein offenes Verfahren“ verwiesen.

Von Vera Skamira und Stefan Rothe

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