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Knapp 1000 Stimmzettel abgegeben

Stadthagen / Briefwahl Knapp 1000 Stimmzettel abgegeben

Nur noch wenige Tage, dann entscheiden die Wahlberechtigten in der Kreisstadt, wer sie im nächsten Rat der Stadt bis zum Jahr 2016 repräsentieren soll. Am 11. September sind Kommunalwahlen.

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Wer mag, kann als Briefwähler seine Wahlzettel im dritten Obergeschoss des Stadthäger Rathauses in die Wahlurne werfen. © rg

Stadthagen (ssr). Fast tausend Stadthäger haben bereits per vorgezogener Briefwahl ihre Stimme für die Ratswahl abgeben. Das sind nach Auskunft der Stadtverwaltung deutlich weniger als bei der jüngsten Stadtratswahl im September 2006. Damals hatten insgesamt 2250 Stadthäger Wahlbürger ihre Stimme per Briefwahlbogen abgegeben. „Diese Zahl werden wir in diesem Jahr auf keinen Fall mehr erreichen“, prognostizierte gestern auf Anfrage Sandra Wiechmann, Leiterin des Amtes für Bürgerdienste.

Die Wahlbeteiligung hatte vor fünf Jahren nach Auskunft von Wiechmann 49,8 Prozent betragen. 8604 von 17.583 Wahlberechtigten hatte ihre Stimme abgegeben – weniger als jeder Zweite. Damals war zeitgleich die Direktwahl des Bürgermeisters über die Bühne gegangen, die als Personenwahl als vergleichsweise attraktiv gilt. Eine solche Entscheidung steht heuer nicht an.

Ob angesichts dessen die zum gegenwärtigen Zeitpunkt relativ geringe Zahl von Briefwählern auch auf eine noch schlechtere Wahlbeteiligung als knapp 50 Prozent hindeutet, mochte Wiechmann aber nicht vorhersagen: „Das wäre reine Spekulation.“ Für die jetzige Stadtratswahl sind 17.265 Bürger der Kreisstadt wahlberechtigt. Die Einwohnerzahl der Kreisstadt beträgt aktuell 22.625.

Der Antrag auf Briefwahl muss nicht mehr wie früher begründet werden. In den meisten Fällen wird der Griff zu den Briefwahlunterlagen de facto auch weiter durch Anlässe wie Krankheit, Gebrechlichkeit, Urlaub, Wochenendtrip oder Dienstreise veranlasst sein. Doch ein Recht auf Briefwahl hat nach amtlicher Auskunft mittlerweile jeder, der diese wünscht.

Das gilt, obgleich die Briefwahl die Kommunen Geld kostet. Werden die eingetüteten Wahlzettel per Post geschickt, muss der Absender kein Porto entrichten, dieses zahlt die Stadt. Und auch der Service im Wahlbüro des Rathauses sowie das Betreuen der Briefkästen kostet Geld.

Wiechmann betonte aber, diesen Aufwand betreibe die Kommune gerne. Denn: „Am wichtigsten ist es, dass möglichst viele Bürger sich an der Kommunalwahl beteiligen, und sei es durch Briefwahl“, formulierte die Amtsleiterin.

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