„Ich sehe erste Schlangen. Das ist ein gutes Zeichen“. Mit dieser Passage in seiner Eröffnungsrede von „Stadthagen tischt auf“ hat es Bürgermeister Bernd Hellmann auf den Punkt gebracht. Die neue Veranstaltung hat am Freitag trotz eher kühler Temperaturen einen guten Start gehabt. Die vom Bürgermeister erwähnten Schlangen waren gestern Mittag zwar noch Ausnahmen. Aber vom Start weg musste kein Kochteam in den Pagodenzelten Däumchen drehen. Unter dem großen Zeltdach wurden die Tische voller und voller. So viele Menschen bei einer Veranstaltung an einem Freitagmittag dürfte der Marktplatz selten gefasst haben.
„Eine so zentrale Veranstaltung auf dem Markt war für Stadthagen überfällig“, lautete die Feststellung Hellmanns: „So intensiv hatten wir das noch nicht.“ Hellmann wähnt die Kreisstadt jedenfalls jetzt bei dieser Art Veranstaltungen „in der ersten Liga“.
Das umschrieb mit anderen Worten für den Veranstalter Stadtmarketingverein (SMS) Vorstandsmitglied Henning Pusch: Die Stadthäger Veranstaltung sei „einzigartig“, weil daran neun Gastronomen aus Stadthagen und Umgebung teilnähmen. Das sei in Bückeburg und Bad Nenndorf nicht so.
„Stadthagen tischt auf“ – darauf hat Pusch mit dem Appell „Kommen Sie öfter“ hingewiesen – hat es auf „Wiederholungstäter“ abgesehen: Am heutigen Sonnabend wird ab 10 Uhr bis in den späten Abend gekocht. Dazu wird ab 20 Uhr feinster Soulpop von Alisha Daley und Band serviert. Am Sonntag kann ab 11 Uhr geschmaust werden.
"Einfach nur schön spielen“, hat Andreas Meyer, Bandleader verschiedener Blechmusikformationen am Stadthäger Ratsgymnasium (RGS), den Akteuren der Büsching Street Band ans Herz gelegt.Dann ging´s los. „Hey Jude“ schmolz regelrecht dahin über den Marktplatz, unter anderem mit Soli von Tom Domenic Götz (Posaune) und Madeleine Mroch (Tenorsaxophon). Wärme brachte nicht nur ein metereologischer „Special Guest“, den Schulleiter Heinrich Frommeyer gleichzeitig mit neu eintreffenden Bands aus verschiedenen niedersächsischen Städten begrüßte. Frommeyer: „Stolzenau bringt die Sonne mit.“ Die Spätkommer waren bis zur letzten Minute in Schaumburger Schulen tätig.
Frommeyer dankte allen 225 Schülern sowie den Band-Leitern, die das mehrtägige von der Sparkasse Schaumburg gesponserte Meeting „so wunderbar gestaltet haben“. Der Schulleiter betonte, dass das Bandtreffen „nicht provinzieller Natur“, sondern „eine große Sache“ sei.
Alle Schüler stellten sich gestern mit jeweils einigen Stücken auf der Bühne vor, von den Gastgebern bis zu den Big-Band-Musikern aus Stuhr Brinkum, die den „Final Countdown“ beisteuerten. Bis zum letzten Ton haben die Marktbesucher - viele von diesen waren gleichzeitig „Tischt auf“-Gäste – jedoch noch etliche Jazzstandards aus Schülerhand und -mund genossen.
sk/jl
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