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Kohlen und Knicker

Thematische Radtour Kohlen und Knicker

Wo kam die Kohle aus der Erde, wo wurde Glas hergestellt, wo Nährmittel oder Kabel, Sprungfedern und Leder? Bei einer per Fahrradhaben die Teilnehmer historische Details zum Thema Bergbau und Geschichte in Stadthagen erfahren.

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Heinrich Stüber (rechts) startet die Gästeführung mit den Teilnehmer in der Rathauspassage. 

Quelle: sk

STADTHAGEN. . Am Ratskeller erwartete Heinrich Stüber die neugierigen Radler. Nur drei fanden sich ein. Kürzer oder langweiliger wurde die Tour dennoch nicht. Im Gegenteil. Intensivere Gespräche entwickelten sich laut Stüber beim Stopp vor den ehemaligen Produktionsstätten.
Großes Interesse fand die Hüttenstraße, deren Namen zwar auf Glasverhüttung hinweist, die aber kaum noch Spuren des alten Industriezweiges aufweist. Es stehen noch einige Häuser, die die Fabrikbesitzer für ihre Arbeiter bauen ließen.
Das Ende der Glasherstellung kam bereits nach dem Ersten Weltkrieg, erläuterte Stüber, der auch Überraschendes zu berichten wusste. Jeder kenne aus der Kindheit sicher kleine bunte Glaskugeln, die Knicker. Diese hatten früher einen speziellen Nutzen im Alltag. Brause- und Mineralwasserflaschen wurden mit Glaskugeln von innen verschlossen. Die Kohlensäure in der befüllten Flasche drückte die Kugel im Flascheninneren gegen einen Gummiring im Flaschenhals.
Mehr als die Glasherstellung hat der Bergbau die Region geprägt und mächtige Zeitzeugen hinterlassen. Die Radfahrer kamen schließlich an der sogenannten Kohlenkirche an, dem Gebäude der Waschkaue auf dem Georgschacht. 250 und 350 Meter tief gingen einst dessen zwei Förderschächte. 3000 Menschen wurden arbeitslos, als der Schacht Anfang der sechziger Jahre geschlossen wurde.
Beendet werde eventuell auch das Angebot der Radtour „Bergbau und Industrie“ – aufgrund der arg zurückgegangenen Teilnehmerzahlen, erklärte Stüber. sk

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