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Kommission will Kreuzung entschärfen

Tagung in der kommenden Woche Kommission will Kreuzung entschärfen

Nach dem Unfalltod eines siebenjährigen Mädchens wird am kommenden Mittwoch die Verkehrskommission zusammentreten. Das Gremium will über Konsequenzen aus dem Vorfall beraten.

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 Wie die Situation an der Unfall-Kreuzung sicherer gemacht werden kann, diskutiert die hiesige Verkehrskommission in ihrer nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch.

Quelle: ssr

Stadthagen. Dabei spielt der Vorschlag, den Radfahrern und Fußgängern an der Ecke Vornhäger Straße/Lauenhäger Straße eine alleinige Grünphase einzuräumen (wir berichteten), eine zentrale Rolle.

 In der Verkehrskommission sind Mitarbeiter der Polizei, der Stadt, des Landkreises und der Landesbehörde für Verkehr vertreten. Die Empfehlungen dieses Gremiums werden von der jeweils zuständigen Behörde, im Falle der Stadthäger Unfallkreuzung der Landkreis, in aller Regel dann auch umgesetzt.

 „Ich gehe davon aus, dass in der Kommission am nächsten Mittwoch mit Blick auf diese Kreuzung mit Sicherheit etwas entschieden wird“, sagt Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln. Eine maßgebende Entscheidungsgrundlage sei die langjährige Unfallstatistik für die fragliche Ecke, die die Polizei vorlegen will. Zudem müsse genau analysiert werden, was die Ursachen für die Unfälle, speziell auch des aktuellen, gewesen sind und ob Maßnahmen denkbar sind, mit denen diese hätten verhindert werden können. Daraus ergeben sich Anhaltspunkte für die Beantwortung der Frage, wie man Verbesserungen erzielen kann.

 Den Vorschlag einer alleinigen Grünphase für Radfahrer und Fußgänger, für den sich Bürgermeister Oliver Theiß starkgemacht hat, „kann man sicher aufnehmen“, sagt Brockmann auf Anfrage. „Wir sind offen für eine Diskussion über die Ampelschaltung.“

 Sollten sich die Experten dafür entscheiden, wäre das schnell und mit wenig Kosten umzusetzen, führt Brockmann weiter aus. „Da müssten nur Schaltphasen umprogrammiert werden, das dürfte nicht mehr als einige Tausend Euro kosten.“

 Zudem dürfe es bei der Sicherheitsfrage an dieser Ecke ohnehin nicht um Geld gehen, fügt der Behördenleiter hinzu. Das Modell sei allerdings hierzulande eine große Seltenheit, „in der hiesigen Region ist mir keine solche Ampelschaltung bekannt“, erläutert Brockmann.

 Der Gedankenanstoß für die alleinige Grünphase kommt von Günter Steierberg, der als Vertreter des Straßenverkehrsamtes des Landkreises in der Verkehrskommission sitzt. „Wenn ich bestimmte gleichzeitige Verkehrsströme nicht zulasse“, begründet er auf Anfrage den Ansatz, „dann kann ich Risiken vermindern.“ Voraussetzung sei allerdings, dass durch die alleinige Grünphase nicht allzu lange Rückstaus in allen Richtungen bei den Autos entstehen. Das könne neue Risiken für die Verkehrssicherheit erzeugen. Dafür seien genaue Berechnungen erforderlich, so der Experte.

 Die Stadthäger Polizei konnte unterdessen gestern auf Anfrage die Unfälle an der fraglichen Stelle nur bis zum Jahr 2011 zurückverfolgen. Seitdem sind an der Einbiegung demnach 19 Unfälle passiert. Darunter waren sieben Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen – sechs Leichtverletzte und jetzt das zu Tode gekommene Mädchen.

 Im Jahr 2013 ereignete sich ein ganz ähnlicher Unfall. Dabei hatte ein Lastwagen beim Rechtsabbiegen einen elfjährigen Radfahrer erfasst, der aber nur leicht verletzt wurde. 2011 war ein Auto von der Lauenhäger auf die Vornhäger Straße abgebogen und war auf dem Radfahrer- und Fußgängerüberweg mit einem fahrradfahrenden Kind kollidiert, die Folgen waren glimpflich.

 Wichtige Erkenntnis der Polizei: Da sich zwischen 2013 und 2015, also in einem Zeitraum von drei Jahren, an dieser Stelle fünf Unfälle mit Personenschaden ereignet haben, wird die Einbiegung als „Unfallhäufungsstelle“ eingestuft. Dazu kommt nun noch der tödliche Unfall mit dem Mädchen. ssr 

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