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Konkreter Plan für das Bahnhofshotel

13 neue Wohnungen Konkreter Plan für das Bahnhofshotel

Es geht voran mit dem Bahnhofshotel: Der Stadt liegt seit einigen Tagen ein Bauantrag vor. Ein paar Hürden gilt es noch zu überwinden, die Kreiswohnungsbaugesellschaft rechnet aber mit einem Baubeginn noch in diesem Jahr.

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Hingucker-Adresse: Im Bahnhofshotel soll Wilhelm Busch immer auf seine Postkutsche nach Wiedensahl gewartet haben.

Quelle: rg

Stadthagen. Entstehen sollen in und an dem historischen Gebäude nach Darstellung von Wohnbau-Geschäftsführer Heinz-Helmut Steege 13 Wohnungen. Im eigentlichen Bahnhofshotel werden den Plänen zufolge auf drei Etagen sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen eingerichtet. Ihre Fläche beträgt jeweils zwischen 53 und 71 Quadratmetern.

Für sieben weitere Wohnungen will die Wohnbau einen neuen Gebäudetrakt errichten, und zwar da, wo sich jetzt der alte Saal des Hotels befindet. Dieser wurde bei einem Feuer im Jahr 2011 so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass er als nicht sanierbar gilt.

Drei-Zimmer-Penthouse-Wohnung

Der neue Trakt soll im Erdgeschoss drei behindertengerechte Wohnungen bieten, beziehbar zum Beispiel auch von Rollstuhlfahrern. Im Erdgeschoss wird es Wohnbau-Chef Steege zufolge drei barrierefreie Wohnungen geben, im Dachgeschoss zudem eine Drei-Zimmer-Penthouse-Wohnung auf 113 Quadratmetern.

Einen Fahrstuhl will die Wohnbau ebenso wie im neuen Trakt auch im Ur-Gebäude einrichten. Die Wohnungen in Letzterem werden aber nur barrierearm, nicht barrierefrei sein. Mehr ist in der denkmalgeschützen, gut 150 Jahre alten Immobile nicht zu machen.

Insgesamt will die Wohnbau 2,5 Millionen Euro investieren. Tragen werde man die Kosten selbst, so Steege. Anteile an der Kreiswohnungsbaugesellschaft halten die Kreisverwaltung sowie die Kommunen des Landkreises Schaumburg.

Abstand genommen habe die Wohnbau aber inzwischen von dem Plan, im Bahnhofshotel Wohngemeinschafen für Studenten einzurochten. Zwar verwehre man sich dieser Zielgruppe nicht, erklärt Steege. Im Gegenteil: „Die Wohnungen sind vom Zuschnitt her sehr gut dafür geeignet, sie sich zu zweit zu teilen.“

Erste Reaktion der Stadt liegt vor

Grundsätzlich stünden die Türen des sanierten Bahnhofshotels aber allen offen. Auch zum Beispiel für ältere Menschen, die Hilfsmittel wie Rollatoren nutzen, seien die Wohneinheiten geeignet.
Alles hängt jetzt nach Meinung Steeges nur noch an ein paar Kleinigkeiten. Eine erste Reaktion der Stadt liegt vor, einige Unterlagen muss die Wohnbau nachreichen. Außerdem wichtig: Im Grundbuch der Stadt steht das Bahnhofshotel auf zwei Grundstücken. Diese müssen zu einem zusammengefasst werden, damit die Wohnbau dort rechtlich gesichert bauen und sanieren kann, wie sie will. Ein Verwaltungsakt, der Zeit kostet. Trotzdem zeigt Steege sich zuversichtlich: „Bis Herbst werden wir auf jeden Fall loslegen.“

2014 hatte die Wohnbau das Bahnhofshotel gekauft. Zuerst war die Rede von rund zehn Wohnungen gewesen, die bereits im Herbst dieses Jahres hätten bezogen werden sollen. jcp

Barriere-was? Der Begriffedschungel

-> Barrierearm: Einige Stolperfallen sind beseitigt, die Wohnung erfüllt aber nicht die strengere DIN-Norm für Barrierefreiheit.
-> Barrierefrei: Die Wohnung erfüllt die Vorschriften der DIN-Norm 18040-2. Sie hat also beispielsweise keine Türschwellen, ist aber nicht unbedingt rollstuhlgerecht.
-> Behindertengerecht: Veraltete Bezeichnung für barrierefrei.
-> Rollstuhlgerecht: Eine so bezeichnete Wohnung erfüllt zusätzliche Vorgaben für Rollstuhlfahrer nach DIN 18040-2. Dazu gehören beispielsweise besonders breite Türen.
  Quelle: senioren-ratgeber.de

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