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Konzentrierte Konkurrenz in der Stadthäger Innenstadt

Stadthagen / Apotheken Konzentrierte Konkurrenz in der Stadthäger Innenstadt

Die Ertragslage ist nicht rosig und der Markt hart umkämpft: Wer durch die Schaumburger Kreisstadt schlendert, zählt allein im Innenstadtbereich sechs Apotheken, die sich im Abstand von meist nur wenigen Metern angesiedelt haben. „Man versucht, sich gegenüber den Mitbewerbern zu behaupten – auch über die Preise“, erklärte Peter Frenes, Besitzer der Echtern-Apotheke.

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Katrin Nebermann von der Apotheke am Markt fertigt eine Rezeptur an.

Quelle: Foto: rg

Stadthagen (par). Als vor rund 50 Jahren ein Pharmazeut erfolgreich gegen ein Gesetz geklagt hat, das damals noch regelte, wie viele Apotheken es in einer Stadt geben darf (berücksichtigt wurde die Einwohnerzahl), gab es fortan keinerlei Beschränkungen mehr. „Wer das Geld hat und sich traut, kann eröffnen“, sagte Hermann Walte, Eigentümer der Hagen-Apotheke, der sich mit dem umkämpften Markt in Stadthagen arrangiert. „Es ist schwierig, sich abzuheben. Eine gute Beratung und der Service sind obligatorisch. Auch Sonderangebote bieten alle Kollegen regelmäßig an – man schlägt sich durch“, berichtete Walte, der die Zukunft der Apothekenlandschaft kritisch beäugt. „Es wird sehr schwierig, Nachfolger zu finden. Die Ertragslage ist miserabel.“

Nach Angaben von Henning Pusch, Inhaber der Apotheke am Markt, bietet er seinen Kunden eine Niedrigpreisgarantie bei nicht verschreibungspflichtigen Produkten an. „Wenn jemand zu uns kommt und sagt, woanders bekommt er es billiger, passen wir uns an.“ Während es in diesem Sortimentsbereich einen Spielraum gibt, sind die Preise für verschreibungspflichtige Arzneimittel gesetzlich geregelt. „Insgesamt schätze ich die Konkurrenzsituation bei uns noch human ein – es gibt kaum Aggressionen. Der eine oder andere Werbeauftritt meiner Kollegen vor Ort ist hingegen diskussionswürdig“, merkte Pusch an. Verschärfen würde die teilweise unbefriedigende Situation der Stadthäger Apotheken seiner Meinung nach die Tatsache, dass die Versorgung auf den Dörfern ebenfalls gut sei. Diese hätten teilweise ihre eigenen Apotheken. „Wir tun alles dafür, um unsere Kosten zu minimieren – so, dass es weiterläuft.“

Heinz-Günter Wolf, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), sagte auf der Pressekonferenz „Apothekenlandschaft 2012“ in Berlin kürzlich: „Wir betreiben Apotheke 2012 zu den Kosten von heute und den Einnahmen von vor acht Jahren“.

Die Zahl der Apotheken in Deutschland hat unterdessen den niedrigsten Stand seit 15 Jahren erreicht – es sind heute noch rund 21 000. „Jede Woche schließen in Deutschland acht Apotheken – und nur vier machen neu auf“, so der ABDA-Präsident. In Sachen Apothekendichte liegt Deutschland in Europa im Mittelfeld; Frankreich, Italien und Spanien haben beispielsweise eine höhere Apothekendichte je Einwohner.

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