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Stadthagen Stadt Konzept für futuristische Gebäudekomplexe
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Konzept für futuristische Gebäudekomplexe
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00:18 15.07.2018
Etwa so sollen die Gebäude aussehen. Quelle: pr.
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Stadthagen

Seinen Blick geworfen hat dieser auf das freie Grundstück, auf dem vor einigen Monaten das ehemalige Moscheegebäude abgerissen worden ist, und auf das danebenliegende Areal mit dem seit langem leerstehenden früheren Ratio-Markt.

Der Projektentwickler hat sich dieser Tage per E-Mail an Stadthäger Firmen gewandt: „In Stadthagen tut sich etwas, was eventuell auch für Ihr Unternehmen sehr interessant sein könnte“, heißt es in dem Schreiben einleitend. Dann wird angekündigt, dass auf dem genannten Gelände zwei Gebäude unter anderem mit Geschäftsflächen errichtet werden sollen.

„Architekten von ,plasma-Studio‘ werden Weltarchichtektur in die Provinz bringen“, führt der Projektentwickler, der angibt, gegenüber dem Bauherrn beratend tätig zu sein, in der Mail weiter aus. In einer Anlage findet sich eine grobe Entwurfsskizze, auf der futuristisch anmutende, zwei bis dreistöckige Gebäudekomplexe zu sehen sind. Die Stockwerke sind teilweise schräg versetzt aufeinander geschachtelt, auffallend sind zudem große Fensterfronten. Es werde sich um „Hingucker“ handeln, unterstreicht der Projektentwickler.

Mieter akquirieren

Wie dieser weiter schreibt, können in den Gebäuden Geschäftsflächen in einer Größe von 500 bis 1500 Quadratmetern entstehen. Diese Größe könne eventuell noch erweitert werden, wenn ein noch im Juli anstehendes Gespräch der Architekten mit dem städtischen Bauamt dies ergeben sollte, so der Investor. Dieser informiert in der Mail weiter: „Die Vorstellung des Mietpreises liegt bei 8,50 Euro für die nicht individuell ausgebaute Immobilie.“

Die Mails sollen offenkundig dazu dienen, künftige Mieter für die Geschäftsflächen zu akquirieren. Die „Weltarchitektur“ könne von den Nutzern „marketingtechnisch hervorragend genutzt werden und den Anspruch Ihrer Kreativität unterstreichen“.

Zu früh für Details

Der Bremer Projektentwickler, der seinen Namen noch nicht in der Zeitung lesen will, hat seine Initiative auf Anfrage im Grundsatz bestätigt. Allerdings sei es noch zu früh, öffentlich Details zu nennen.
Der städtische Bauamtsleiter Gerd Hegemann bestätigte lediglich, dass in Hinblick auf das genannte Areal Gespräche mit potenziellen Investoren stattfinden. Mit wem und weitere Details wollte Hegemann „aus datenschutzrechtlichen Gründen“ nicht mitteilen. Er merkte allerdings an, dass das bisher Vorgestellte „alles in den Bebauungsplan passt“, so Hegemann.

Eigentümer des ehemaligen Ratio-Geländes ist die Rahlfs Immobilien GmbH mit Sitz in Neustadt am Rübenberge. Geschäftsführer Günter Rahlfs bestätigt laufende Verhandlungen mit dem Bremer Projektentwickler, die im Herbst abgeschlossen sein sollen. Rahlfs zeigt sich zuversichtlich, dass man sich beim Preis einig wird.

Der Unternehmer selbst hatte das Gelände erworben, um dort einen Famila-Markt nebst Ärztehaus zu realisieren. Das scheiterte an Vorstellungen der Stadt für das Gelände, die Rahlfs „nach wie vor“ für falsch hält. ssr

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