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Kopfsteinpflaster soll verschwinden

Altstadtsanierung Kopfsteinpflaster soll verschwinden

Die Stadthäger Altstadtsanierung nimmt langsam Formen an. Seit dem Spätsommer verfügt die Stadt über die entsprechenden Fördermittel des Landes. Einige Projekte sind bereits angeschoben oder aktuell in Planung. „Wir wollen eine belebte Altstadt erhalten“, sagt Bauaumtsleiter Gerd Hegemann.

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Die Sanierungsarbeiten sollen sich über zehn Jahre erstrecken. rg

Quelle: rg

Stadthagen. Er ergänzt: Es gehören mehrere Einzelmaßnahmen dazu. So etwa das leidige Thema Kopfsteinpflaster. Für die Überarbeitung der Fußgängerzone wird voraussichtlich im Januar der Planungsauftrag durch einen politischen Beschluss vergeben. Eine Umsetzung der Pläne solle dann „zeitnah“ erfolgen, so Hegemann.

Das Kopfsteinpflaster könnte zum Beispiel durch neuen Sandstein ersetzt werden, der dann aber glatter ist als der jetzige. Hegemann zufolge sollen vor einer Entscheidung unterschiedliche Beläge sowohl Politik als auch Bürgern präsentiert werden.

Kleine und große Maßnahmen

Ebenfalls erneuert werden sollen Bänke und Beleuchtung. Letzteres Thema umfasst zwei Punkte. Zum einen soll es neue Laternen geben, zum anderen ist die Beleuchtung von historisch bedeutenden Gebäuden wie dem Alten Rathaus angedacht. Bänke, Poller, Abfalleimer, Fahrradständer, Beschilderung und Sandstein-Einbauten auf dem Marktplatz will die Stadt sanieren oder ergänzen. Hegemann spricht zusammenfassend von „vielen kleinen und großen Maßnahmen“. Im Landsbergschen Hof sollen zudem die Grünanlagen aufgehübscht werden.

Ausgewogenes Verhältnis

Als „groß“ sei die beschriebene Aufwertung der Fußgängerzone einzustufen. An weniger gewichtigen und allumfassen Maßnahmen schweben der Verwaltung die Sanierung kleiner Gebäude und die „Neuordnung von Hinterhofbereichen“ vor. Das könnte in einigen Fällen zum Beispiel bedeuten, dass Schuppen abgerissen werden, damit die infrage stehenden Areale mehr Licht bekommen. Weiterhin Bestand haben die Pläne für ein Struktur- und Verkehrskonzept. Die Innenstadt solle ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Einzelhandel, Wohnen und Kultur bieten, so Hegemann. Das Konzept müsse diesem Rahmen angepasst werden.

Das Konzept soll alle Aspekte gleichzeitig beleuchten. „Damit nicht zum Beispiel das Kopfsteinpflaster ausgewechselt wird und wir dann feststellen, dass für die neuen Laternen der Boden nochmal aufgemacht werden muss“, erklärt Hegemann.

Weiteres wichtiges Thema: Langfristige Leerstände in erhaltenswerten Gebäuden verhindern. Erst am Wochenende war bekannt geworden, dass Bürgermeister Oliver Theiß mit der Markthalle eine Idee beerdigt hat, zumindest einen Leerstand zu beheben.

Geld soll Wirtschaftlichkeitslücke überbrücken

Die Altbauten sollen mit den Fördermitteln saniert werden. Aktuell stehe die Stadt mit den Besitzern von fünf Immobilien im Gespräch, so Hegemann. Für die meisten Gebäudeeigentümer wäre es nicht wirtschaftlich, die Häuser zu sanieren. Viele stehen seit Jahren leer. Das Geld aus dem Förderprogramm soll diese Wirtschaftlichkeitslücke überbrücken.

Insgesamt erstreckt sich der Prozess Altstadtsanierung über bis zu zehn Jahre. In den Fördertopf „Städtebaulicher Denkmalschutz“ fließen 3,5 Millionen Euro an Landesmitteln und 1,7 Millionen Euro aus dem Haushalt der Stadt – verteilt über die besagte Dekade. Mithilfe dieses Städtebauförderungsprogrammes sollen historische Stadtkerne erhalten werden. göt

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