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Krammarkt künftig ohne Enzer Straße

"Bummelmeile" wird abgeschafft Krammarkt künftig ohne Enzer Straße

Vom kommenden Frühjahrs-Krammarkt an wird der Bereich der Enzer Straße nicht mehr zu dieser Veranstaltung gehören. Das hat die Stadtverwaltung auf SN-Anfrage bestätigt. Damit wird es in Zukunft diese früher bei Besuchern beliebte Krammarkt-„Bummelmeile“ zwischen Festplatz und Altstadt nicht mehr geben.

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Quelle: vin

STADTHAGEN. Grund dieser Änderung ist nach Angaben von Stadtsprecherin Bettina Burger die Tatsache, „dass das Interesse von den sogenannten fliegenden Händlern an einem Standplatz auf dieser Meile in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen hat, wir haben immer weniger Nachfragen bekommen“. Diese Händler hatten an ihren Ständen stets Waren von Modeschmuck über Haushaltswaren bis hin zur Kleidung und mehr feilgeboten.

 Es ist laut Burger festzustellen, dass es von dieser Art Händler immer weniger gibt. „Viele geben das Gewerbe auf, betreiben es nur noch als Nebengewerbe oder haben keinen Nachfolger, der es weiter führt.“ Es werde auch berichtet, „dass zwar viele Besucher gern über die Enzer Straße gehen, aber nicht viel Geld dort ausgeben, daher erzielen die Händler auch keine attraktiven Einnahmen“.

Als Verbindung gedacht

 Die „Bummelmeile“ Enzer Straße habe eine Verbindung zwischen den Krammarkt-Attraktionen auf dem Festplatz und dem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt darstellen sollen. Durch die schleichend geringer werdende Anzahl an Standbetreibern sei diese „eigentlich angestrebte Funktion“ in zunehmenden Maße „offensichtlich nicht mehr erfüllt worden“, führt Burger aus.

 Deswegen habe man die Enzer Straße seit einigen Jahren als eine Art Kompromiss nur noch an den Wochenenden in den Krammarkt einbezogen. Denn die mit der Nutzung verbundene Vollsperrung bedeute für die Anwohner erhebliche Einschränkungen. Daher habe man diese auf das Notwendige beschränkt. Eine Weile lang sei dieser Kompromiss sinnvoll gewesen.

 Doch die sinkende Nachfrage nach Standplätzen habe sich in jüngerer Zeit noch weiter fortgesetzt, berichtet Burger: „Im Ergebnis sind leider alle Bemühungen in den letzten Jahren, der Enzer Straße neues Leben einzuhauchen, fehlgeschlagen“, räumt die Sprecherin ein.

Geringere Kosten für die Stadt

 Da die Sperrung der Enzer Straße zu Krammarkt-Zwecken „für die Stadt mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden ist“, sei jetzt die Entscheidung getroffen worden, die Enzer Straße aus dem Krammarkt auszukoppeln. Die Standplätze für „fliegende Händler“ vor der Festhalle „werden wir natürlich weiterhin bestücken“, unterstreicht die Stadtsprecherin.

 „Für den Krammarkt ist es schließlich auch kein guter Eindruck, wenn die Enzer Straße mit Händlern nur sehr vereinzelt besetzt ist“, fährt Burger fort: „Daher ist es am Ende kein großer Verlust, sie ganz einzusparen.“

 Zwar gehen der Stadt nach Aussage von Burger „natürlich Standgebühren verloren, aber da ohnehin nur noch wenige Händler da waren, sind das keine hohen Beträge.“ Die Kosten für die Stadt seien demgegenüber weitaus höher, so dass insgesamt für die Stadtkasse eine Einsparung zu verzeichnen sei. ssr

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