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Kreis geht nicht an Kapazitätsgrenze

580 Flüchtlinge Kreis geht nicht an Kapazitätsgrenze

In der Kreisstadt sind derzeit 127 Plätze in vom Landkreis für Flüchtlinge angemieteten Wohnungen nicht belegt. Das hat Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage mitgeteilt. Insgesamt wohnen in Stadthagen nach Angaben der Kreisverwaltung aktuell 580 Flüchtlinge.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Wie Theiß präzisierte, hat auch die Stadt in eigenen Immobilien Wohnungen an den Landkreis vermietet. Es handelt sich um Häuser mit jeweils mehreren Wohnungen an der Lauenhäger und der Vornhäger Straße. Diese insgesamt 49 Plätze seien derzeit allerdings voll belegt. Eine weitere größere Unterkunft befindet sich mit 24 Plätzen an der Gubener Straße, von der Gewerbepark Schaumburg GbR an den Kreis vermietet, diese ist etwa zur Hälfte belegt.

Einzelfälle

Die Kreisverwaltung nutze nicht jede Wohnung unbedingt bis zur Kapazitätsgrenze aus, begründete der Erste Kreisrat Klaus Heimann die nicht belegten Plätze. „Wenn wir gerade dringend eine dreiköpfige Familie unterbringen müssen, haben aber nur Wohnungen für theoretisch vier Personen zur Verfügung, quartieren wir diese Familie dort trotzdem ein.“ Und wenn eine große Wohnung für bis zu acht Plätze zur Verfügung stehe, so Heimann weiter, werde diese im Einzelfall auch mit einer sechsköpfigen Familie belegt, für die gerade etwas benötigt wird.

Es gebe in Stadthagen nur sehr vereinzelt ganz leerstehende Flüchtlingswohnungen, unterstreicht der Erste Kreisrat: „Und die versuchen wir so schnell wie möglich zu belegen.“ Denn sehr positiv sei es, „dass wir mittlerweile einen gewissen Puffer an Wohnplätzen haben“, betont der Erste Kreisrat. Ein vorrangiges Bestreben sei es nämlich weiterhin, in Gemeinschaftsunterkünften einquartierte Flüchtlinge dezentral in Wohnungen unterzubringen. Auf diese Weise könnten derzeit nicht belegte Plätze in naher Zukunft durchaus noch genutzt werden.

Unterbringungsquote erfüllt

Wie Theiß mitteilt, erfüllt die Stadt die geforderte Unterbringungsquote von 1,5 Prozent: „Wir liegen mit 1,57 Prozent etwas darüber.“ Laut Heimann handelt es sich bei dieser Ziffer allerdings nur um eine allgemeine Zielgröße. „Dass die Städte drüber liegen könnten, war von vorne herein klar“. Insofern sei der Landkreis nicht gehindert, noch freie Plätze in Stadthagen zu belegen, wenn das notwendig wird.

Seit einiger Zeit würden der Stadtverwaltung von Privatleuten keine zusätzlichen Wohnungen mehr angeboten, berichtet Theiß. Angesichts der zurückgegangenen Zuwanderungszahlen habe sich herumgesprochen, dass derzeit keine mehr gesucht werden. Heimann bestätigte, dass der Landkreis derzeit keine Wohnungen mehr anmietet: „Im Moment haben wir genug.“

Theiß dankt „ausdrücklich den vielen Bürgern, die Wohnungen für Flüchtlingszwecke zur Verfügung gestellt haben, als es dringend notwendig war“. Ohne diese Bereitschaft „hätte es nicht funktioniert, des Problems Herr zu werden, vor allem nicht mit dem Grundsatz der dezentralen Unterbringung“. ssr

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