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Kreis sucht händeringend Unterkünfte

Flüchtlingsunterkünfte Kreis sucht händeringend Unterkünfte

Ein kurzer Blick auf die Weltnachrichten genügt, um festzustellen, dass die globalen Krisenherde derzeit eher zu- als abnehmen. Die Folge: gewaltige Flüchtlingsströme. Einige Betroffene – etwa aus Syrien – sollen in Stadthagen Asyl und damit die Möglichkeit auf ein friedliches Leben bekommen. Dabei gibt es aber ein großes Problem: zu wenig Wohnungen.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Stadthagen. De Landkreis ist deshalb umso glücklicher, eine passende Unterkunft gefunden zu haben: das Haus Seilerstraße 27. Als Mitarbeiter der Kreiswohnungsbaugesellschaft, die das Gebäude gekauft hatte, die dortigen Wohnungen Mitte November ausräumen wollten, stießen sie allerdings auf meterhohe Müllberge. Offenbar wurde eine offiziell unbewohnte Wohneinheit noch illegal genutzt (wir berichteten).

 „Die Kreiswohnungsbaugesellschaft hat mir signalisiert, dass das Objekt Mitte Januar bezugsfertig sein wird“, erklärt Kreissprecher Klaus Heimann nach Abschluss der Sanierungsarbeiten. Die Kreisverwaltung will die Immobilie im kommenden Jahr anmieten. Sie soll Platz für etwa 20 Flüchtlinge bieten.

 Aufgrund der in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegenen Anzahl der Flüchtlinge ist das allerdings nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Wir haben es jede Woche mit 20 bis 30 Menschen zu tun, die im Landkreis eine Bleibe brauchen“, führt Heimann aus. Genau das sei das Dilemma: „Wir sind kreisweit ständig auf der Suche nach Unterkünften“, sagt der Sprecher.

 Mittelfristig sei es zwar geplant, die Unterbringungsquoten gleichmäßig auf Schaumburg zu verteilen, aber derzeit sei die Situation so eklatant, dass man schlicht nehmen müsse, was da ist. Beispielsweise befinde sich gerade die Pestalozzischule in Rinteln in den Vorbereitungen, um 40 Flüchtlingen die Erstaufnahme zu ermöglichen. Auch in Bad Eilsen werde ein ehemaliges Altersheim für 34 Flüchtlinge hergerichtet.

 Aufgrund der ungewissen Lage wagt Heimann keine Prognose, wie viele der etwa 800 Flüchtlinge, die im kommenden Jahr wahrscheinlich in Schaumburg ankommen werden, in Stadthagen untergebracht werden müssen. Man befinde sich zwar schon in Gesprächen für weitere Immobilien in der Kreisstadt, mehr aber nicht. js

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