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Stadthagen Stadt Kreissozialamt bekommt zusätzliche Räume
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Kreissozialamt bekommt zusätzliche Räume
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14:41 29.08.2018
Im ehemaligen Brunsmann-Gebäude am Gerberhof, in dem bis vor Kurzem noch das Fachgeschäft „feinschliff Homeconcepts“ untergebracht war, richtet der Landkreis neue Büroräume ein. Quelle: rg
Stadthagen

Lange Zeit war dort die Firma Küchen Brunsmann beheimatet. Diese Firma hat ihren Sitz seit zwei Jahren am Helweg. In einem Teil der Immobilie war bis vor Kurzem noch das Fachgeschäft „feinschliff Homeconcepts“ untergebracht. Dieses ist nach Vornhagen umgezogen.

Das Sozialamt hat nach Auskunft von Kreissprecher Klaus Heimann dringenden Bedarf an zusätzlichen Büroräumen. Hauptursache ist die Veränderung des Bundesteilhabegesetzes, das die Leistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen regelt. „Hier sind jetzt sehr viel intensivere Gespräche zur Bedarfsermittlung und zur Beratung vorgeschrieben“, erläutert Heimann: „Das sind oft mehrere Stunden dauernde Termine, die in regelmäßigen Abständen wiederholt werden müssen.“
Es handele sich hier um ein weiteres Beispiel von den ständig zunehmenden Aufgaben, die den Landkreisen von Bund und Land aufgebürdet werden. In diesem Fall würden zumindest die Kosten vom Bund erstattet, fügt Heimann hinzu.

16 neue Mitarbeiter erforderlich

Die Neuerung mache die Einstellung von 16 zusätzlichen Mitarbeitern erforderlich, rechnet Heimann, der auch Kreissozialdezernent ist, vor. Bislang konnten erst fünf der neuen Stellen besetzt werden: „Wir kriegen so schnell gar nicht alle nötigen Kräfte, da der Arbeitsmarkt nicht so viel hergibt.“

Zunächst habe man in den vorhandenen Liegenschaften der Kreisverwaltung nach freien Räumen gesucht, berichtet Heimann. „Die sind aber alle restlos voll besetzt.“ So sei man froh, auf das leer stehende Gebäude am Gerberhof zugreifen zu können. In dem ehemaligen Brunsmann-Gebäude, das insgesamt 680 Quadratmeter an Fläche bietet, werden derzeit auf den eingangs genannten 375 Quadratmetern acht Büroräume für 15 Mitarbeiter geschaffen. Dazu müssen etliche Wände eingezogen und Sanitärräume eingerichtet werden. Zudem müssen reichlich elektrische Leitungen verlegt werden.

Ein großer Vorteil dieses Gebäudes ist nach Ansicht Heimanns, dass es ausschließlich ebenerdig ist. „Dadurch ist die Barrierefreiheit, die wir speziell beim Thema Teilhabegesetz benötigen, gegeben.“

Die Bauarbeiter werden bis zur Fertigstellung noch einige Wochen zu tun haben, berichtet der Kreissprecher. „Wir planen mit einem Einzug Anfang November.“
Insgesamt sind im Sozialzentrum Gerberhof, in dem der Landkreis das Sozialamt und das Jobcenter unterbringt, künftig mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt. ssr