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Kriegerische Töne bei der Börsennacht

Stadthagen / 11. Börsennacht Kriegerische Töne bei der Börsennacht

Regelrecht militant ist es zugegangen bei der 11. Börsennacht vor rund 330 Gästen im Forum der Sparkasse Schaumburg in Stadthagen. Redner Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, beschwor den weltweiten „Wirtschafts- und Finanzkrieg“, Hausherr Hans-Heinrich Hahne erklärte, der Sparkasse gehe es um jeden einzelnen Kunden „wie im Häuserkampf“.

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Ein Podium mit soviel Turbulenzen hat es bei der Börsennacht noch nicht gegeben.

Quelle: fwi

Stadthagen (jcp). Moderator und SN-Chefredakteur Uwe Graells witzelte, vor der nächsten Börsennacht sicherheitshalber eine schusssichere Weste anlegen zu wollen.

 Hellmeyers Vortrag war vor allem ein Plädoyer für Europa. An einem Zerfall der Euro-Zone hätte nicht zuletzt die schwankende Hegemonialmacht USA ein Interesse. Daraus ergäbe sich auch die Logik der Hellmeyers Zahlenwerk zufolge unlogischen Länder-Bewertungen der us-amerikanischen Rating-Agenturen, grob gesagt: USA „sehr gut“, zum Beispiel Italien „kurz vor Ramschniveau“.

 In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es aus der großen weiten Welt in die Heimat. Beteiligt waren außer Sparkassen-Vorstand Hahne auch Schaumburger Brauerei-Chef Friedrich-Wilhelm Lambrecht, Stadtwerke-Geschäftsführer Eduard Hunker, Landrat Jörg Farr und Amcor-Flexibles-Geschäftsführer Olaf Seifert.

 „Das Klinikum Schaumburg und Energie“: So lautete Farrs Antwort auf die Frage von Moderator Graells, welche beiden Themen für ihn im Jahr 2013 ganz oben auf der Agenda stünden. Zur Energiefrage sprach Hunker kurz über die steigenden Strompreise, aber auch von einer Fixierung des Gaspreises bis zum 30. September des kommenden Jahres. Vonseiten der Privatwirtschaft konnten Lambrecht und Seifert über die Belastung durch stetig steigende Energiepreise berichten.

 Der Auflockerung des Abends dienten die Hans-Albers-Interpretation des erklärten Albers-Fans Helmmeyer und die abschließenden, nicht ganz ernst gemeinten Fragen von SN-Chefredakteur Graells. Graells: „Neun Monate nach einem Stromausfall gibt es einen Babyboom. Ein Paar zieht sie dafür vor Gericht. Was sagen sie dort, Herr Hunker?“ Hunker: „Herzlichen Glückwunsch.“

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