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Kritik an Penny-Knöllchen

Stadthagen Kritik an Penny-Knöllchen

Die Berichterstattung der SN über die Parkplatzüberwachung am Penny-Markt schlägt hohe Wellen. Zahlreiche Leser beschweren sich über das Geschäftsgebaren des Discounters, auch auf Facebook äußern viele User ihren Unmut. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind die verhängten Strafgelder zulässig. „Quatsch“, urteilt dagegen der Stadthäger Fachanwalt für Verkehrsrecht, Dieter Wissgott.

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Umstritten: Die Parkplatz-Aufsicht beim Penny-Markt.

Quelle: ber

Stadthagen. „Der Parkplatz des Penny-Marktes steht im privaten Eigentum. Das Unternehmen, das den Parkplatz pachtet, hat die Möglichkeit, den Parkplatz zur Gewinnerzielung zu nutzen. Die Parkplatzfirma stellt Regeln für die Nutzung auf und kann bei Regelverstoß (Parkverstoß) Rechnungen ausstellen“, heißt es vonseiten der Stadt. Auch Polizeisprecher Axel Bergmann hatte die Vorgehensweise als „abstrus“ aber legal eingestuft.

„Das ist Blödsinn“, betont dagegen Wissgott. „Wenn ich ein Privatgrundstück für den Verkehr eröffne, kann ich nicht im gleichen Atemzug den öffentlichen Charakter des Parkplatzes zurücknehmen“, argumentiert der Jurist. „So lange, wie der Penny-Markt geöffnet hat, kann sich jeder dort unbegrenzt hinstellen.“ Wissgott rät allen, die ein Knöllchen auf dem Penny-Parkplatz erhalten, einfach nicht zu zahlen. „Und wenn es hart auf hart kommt, nehmen sie sich einen Anwalt.“

Angesichts der Reaktionen erscheint es derzeit unwahrscheinlich, dass das Beispiel in Stadthagen Schule macht. Kaufland versichert auf SN-Nachfrage, keine derartigen Pläne zu schmieden. „Jeder, der bei uns parkt, ist ein potenzieller Kunde“, betont Marktleiterin Svetlana Brandtner. „Wir haben noch nie ein Fahrzeug abschleppen lassen.“ Auch WEZ will seinen Markt an der Bahnhofstraße nicht überwachen lassen. „So etwas machen wir nicht, das ist kundenfeindlich“, heißt es von Unternehmensseite. Es gebe zwar vereinzelte Fremd- und Dauerparker, die Stellplätze auf dem WEZ-Gelände benutzen, aber damit müsse man leben.

Der Vorsitzende des Stadtmarketingsvereins SMS kann das Vorgehen von Penny dagegen nachvollziehen. Günter Raabe: „Auf kostenfreien Stellplätzen in Stadthagen haben wir das Problem von Dauerparkern, die eine Kundenfrequenz verhindern. Ob das klug ist, ist dagegen eine andere Frage.“ ber

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