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Krumme Straße bleibt dunkel

Streit um Kabel Krumme Straße bleibt dunkel

Die ganze Stadthäger Innenstadt leuchtet, zumindest fast. An der Krummen Straße ist seit Dienstag erst einmal Schluss mit der Weihnachtsbeleuchtung. Ein Anwohner hatte sich über ein Stromkabel beschwert, das im Auftrag des Stadtmarketing an seinem Haus angebracht worden war und forderte das sofortige Entfernen.

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STADTHAGEN. Den Verantwortlichen des Stadtmarketings blieb nun nichts anderes übrig, als das Kabel zu beseitigen – damit bleibt der Straßenzug in der von vielen Stadthägern verrufenen Nordstadt ziemlich düster. „Drei Elemente waren über dieses Kabel mit Strom versorgt“, sagt Günter Raabe, Vorsitzender des Stadtmarketings, nicht frei von Missmut. Er betont, dass es sich bei dem Ausfall der Weihnachtsbeleuchtung im unteren Teil an der Krummen Straße – von der Echternstraße aus gesehen – keineswegs um einen Defekt handelt.

10000 Euro investiert

 „Uns hat es kalt erwischt“, bekennt Raabe. Schließlich habe das Stadtmarketing gut 10000 Euro aus der eigenen Tasche aufgebracht, um die Beleuchtungs-Missstände der vergangenen Jahre zu beseitigen. Besonders ärgerlich sei die Situation für die Geschäftsleute, die sich auf freiwilliger Basis an den Betriebskosten beteiligen.

Stadtmarketing arbeitet an Lösung

 „Natürlich arbeiten wir an einer Lösung. Aber ich bezweifele, dass wir das Problem bis Weihnachten lösen können“, so Raabe. Er schließt nicht aus, dass die drei Lichterketten diesen Winter gar nicht mehr leuchten. Eine Lösung mit dem Hausinhaber scheint ausgeschlossen: „Er war nicht zu überzeugen“, berichtet Raabe. Auch sein SMS-Mitstreiter Christoph Jäger ist verstimmt über das fehlende Licht an der Krummen Straße. „Wir sind schon sehr verwundert und können das auch nicht nachvollziehen.“ Jetzt zum Ende der Adventszeit sei es schade, die Lichter ausgeschaltet zu lassen. Schließlich habe sich das SMS sehr viele Kosten und Mühen zugemutet, um Stadthagens komplette Innenstadt in diesem Jahr in einem neuen Glanz erstrahlen zu lassen. Das Problem sei gewesen, dass ein Haus abgerissen worden war, an dem das Kabel in den vergangenen Jahren installiert war. „Die Elektriker mussten nun tricksen, dass es überhaupt funktioniert“, so Jäger.

 Martin Heil, ehemaliger Ratsherr und Anwohner der Krummen Straße, kann den „Zirkus“ um das Kabel in keiner Weise nachvollziehen. „Jeder freut sich doch über die Beleuchtung und nach den Heiligen Drei Königen wird das Kabel doch wieder entfernt.“ Ihm sei nicht bekannt, dass auch andere Hausbesitzer die Kabel als störend empfinden. Zudem sei aus seiner Sicht jede Art von Belebung der Krummen Straße mit all seinen Leerständen ein positives Signal. jemi

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