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Ein Überraschungsei ohne Schokolade

Kunst kommt in Stadthagen aus dem Automaten Ein Überraschungsei ohne Schokolade

Kunst erlebt der Bürger im Museum oder in der Galerie. Er bezahlt Eintritt, manchmal vierstellige Beträge für Objekte. Kunst gibt es aber auch für ein paar Euro aus dem Automaten, und zwar ab sofort in der Alten Polizei.

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Lennart Bärthel, Mitarbeiter der Alten Polizei, zieht sich eine Schachtel Kunst.

Quelle: sk

Stadthagen. Lust auf Kreatives soll das inzwischen europaweite Projekt machen.

 Beim Sommerfest Fiskus ist Renate Junklewitz, Mitarbeiterin im Kommunikationszentrum, 2015 auf die unkonventionelle Möglichkeit aufmerksam geworden, Kunst unters Volk zu bringen. Eine Besucherin präsentierte ihr eine Pappschachtel samt kleinem künstlerischen Objekt darin. Derlei habe sie in Berlin und Potsdam aus umdekorierten ehemaligen Zigarettenautomaten gezogen. Das sei doch auch etwas für die Alte Polizei, meinte die Frau. Junklewitz sah es genauso.

 Gestern nun ist ein ausgedienter Zigarettenautomat im Stadthäger Kommunikationszentrum installiert worden – von Andreas Petzke aus Potsdam, Inhaber eines Automaten- und Waagenbetriebs. Petzke arbeitet bei dem Automaten-Projekt zusammen mit der Agentur „Kunsttick.com“, ebenfalls in Potsdam ansässig. Deren Inhaber Lars Kaiser hatte vor 15 Jahren die Idee, Kunst im kleinen Format in Behältnisse im Zigarettenschachtelformat zu stecken.

 Die Kunst aus dem Automaten soll laut Agentur „eine Schnittstelle zwischen Künstlern und Kunstinteressenten schaffen“ und „Menschen Lust auf Kunst machen“. Die Agentur organisiert ansonsten Ausstellungen und betreut ein großes Künstlernetzwerk.

 Bilder, Plastiken und Drucke, Objekte und Zeichnungen, aber auch Lyrik und Prosa wandern in die Schachteln. Original müssen die Werke sein. Dazu gesteckt werden muss ein „Beipackzettel“, der über den Künstler informiert, und ein Hinweis auf das Projekt Kunstautomat. Dann wird die Schachtel verschlossen. Sie enthält außen keinen Hinweis auf den Inhalt. Es ist ein Überraschungsei ohne Schokolade, sagt Junklewitz.

 Insgesamt 160 Kunstautomaten sind laut Petzke inzwischen in Deutschland wie auch in Holland, Österreich und Spanien aufgestellt worden. Die Schachtel Kunst gibt es für vier Euro. Mit den eingeworfenen Beträgen trage sich das Kunstprojekt, erläuterte der Automatenaufsteller.

 Künstler, die beim Projekt mitmachen wollen, können sich mit Lars Kaiser von „Kunstkick.com“ per Telefon unter 0177- 2926970 oder per E-Mail an info@sek-kunst.de in Verbindung setzen. sk

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