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Kurs auf Wachstum

Optimismus beim Neujahrsforum Kurs auf Wachstum

Geht es nach den Einschätzungen von Fritz Pape und Martin Wrede, dann haben die Schaumburger Unternehmen für die kommenden Monate eine stabile Nachfrage auf hohem Niveau zu erwarten. Der Leiter der IHK-Geschäftsstelle und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft blickten beim Neujahrsforum der Volksbank Hameln-Stadthagen ebenso wie Stadtmarketing-Chef Günter Raabe und Cornelia Kurth von der Agentur für Arbeit „verhalten optimistisch“ in die Zukunft. Moderiert wurde die Traditionsveranstaltung in Ratskeller-Saal in Stadthagen von SN-Chefredakteur Marc Fügmann.

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Die Experten aus unterschiedlichen Bereichen zeigen gegenüber Moderator Marc Fügmann (links) verhaltenen Optimismus für das Wirtschaftsjahr 2015.

Quelle: rg

Stadthagen. „Ich rechne mit einem Wirtschaftswachstum von 1,1 bis 1,2 Prozent für die Region“, brachte es Wrede auf den Punkt. Je konsumorientierter das betreffende Unternehmen aufgestellt sei, desto größer seien die Erwartungen an das Jahr 2015. „Bei den Industriebetrieben gibt es viele Unsicherheitsfaktoren wie die Krisen und Energiepreisentwicklung“, begründete Wrede seine Einschätzung.

Als Gründe für seine positiven Erwartungen nannte Pape den Start der Klimaschutzagentur. Diese werde in Sachen energetische Sanierung dazu beitragen, dass Handwerksbetriebe Aufträge bekommen werden, war sich der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft sicher. „Wir werden die Dynamik bis in den Winter halten können.“
Getrübte Aussichten gab es indes bei Kreislandwirt Cord Lattwesen. Seiner Meinung nach werden die Exportverbote nach Russland für ihn und seine Kollegen auch in den kommenden Monaten negativ spürbar sein. „Die Produzenten aus Dänemark und den Niederlanden suchen sich neue Absatzmärkte“, führte Lattwesen aus. Zwar nehmen die Produkte aus den Nachbarländern im Norden und Westen zunehmend einen Weg über den Nahen Osten nach Russland, doch bis eine Entspannung für die deutschen Landwirte eintrete, werde noch einige Zeit vergehen.

Kurth, die für die Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit in Stadthagen und Rinteln zuständig ist, geht davon aus, dass die Arbeitslosenzahl 2015 „nur noch sehr leicht sinken wird“. Sie und ihre Mitarbeiter müssten sich in den kommenden Monaten verstärkt um die Integration von Gruppen kümmern, die dem Ersten Arbeitsmarkt eher ferner seien. Dazu gehören etwa Frauen und Jobsuchende mit geringen Qualifikationen.

„Der Einzelhandel ist optimistisch gestimmt“, ergänzte Raabe. „Die Voraussetzungen sind gut, da die Energiekosten zurzeit gering sind. Die Verbraucher haben dadurch mehr Geld zur Verfügung“, führte der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins weiter aus. Allerdings sei der Online-Handel durch Großkonzerne wie Amazon und Zalando weiterhin eine große Gefahr für die Einzelhändler in den Innenstädten. „Allerdings haben wir noch nicht das Allheilmittel gefunden“, räumte er ein.

bes

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