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Kurz vor Kauf abgesprungen

Ärztehaus an der Bahnhofstraße Kurz vor Kauf abgesprungen

Wenig erfreut über den Weggang des Projektentwicklers Walter Vogelsang aus Stadthagen ist Immobilien- und Grundbesitzer Hamit Yldiz. Durch die jüngste Entwicklung in Sachen Ärztehaus an der Bahnhofstraße bleibt er nun auf dem ehemaligen E.on-Gebäude und dem dazugehörigen Gelände sitzen.

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Ein Teil des Medizinischen Versorgungszentrums sollte hier stehen. Daraus wird nichts.

Quelle: rg

Stadthagen. Dias ehemalige E.on-Gebäude liegt neben der alten Post. Das Gelände hätte nach Vogelsangs Plänen für ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) eigentlich dazu gekauft werden sollen. Doch Investor und Stadt schwenkten wie berichtet um, wollen nun ein Facharztzentrum bauen, das weniger Platz benötigt.

 Insgesamt dreieinhalb Jahre ist Yldiz nach eigenen Angaben davon ausgegangen, das Gelände zu diesem Zweck verkaufen zu können. Gesprochen habe er mit ganz zu Anfang mit der Stadt, später zumeist mit Projektentwickler Vogelsang.

 Bürgermeister Oliver Theiß gibt allerdings zu bedenken, es habe nie eine feste Zusage der Stadt gegeben, dass das Gelände gekauft wird. Yldiz räumt ein: Das stimmt. Bester Dinge sei er aber spätestens gewesen, als der aktuelle Investor im vergangenen November den Kauf ankündigte und einen Vertrag mit Rücktrittsrecht unterschrieb.

Fünf Tage vor Fristablauf gekündigt 

Yldiz hatte dieses Recht für eine Formalie gehalten – und fiel nach eigenen Angaben am 26. Mai dieses Jahres aus allen Wolken, als die eigens gegründete Casa Med fünf Tage vor Ablauf des Rücktrittsrechtes noch kündigte. Begründung war der Preis von 600.000 Euro.

 „Ich hatte in den drei Jahren Angebote von 700.000, 800.000 Euro“, sagt Yildiz. Unter anderem sei Lidl dabei gewesen.

 Bürgermeister Theiß relativiert diese Aussage. Die Angebote, die Yildiz vorlagen, wären alle von einem Kauf beider Areale ausgegangen, also Post – die Yildiz nicht gehört – und E.on. Tatsächlich sei aber auch stadtplanerisch ein Supermarkt an dieser Stelle nicht gewünscht. Fast direkt gegenüber liegt Wez. „Und wir wollten die Innenstadt nicht noch weiter schwächen“, sagt Theiß.

Geld wäre auf Mieten umgelegt worden 

John Landwehr hatte vergangene Woche gesagt, man habe die Ärzte vom Einstieg überzeugen können, indem man von MVZ auf Facharztzentrum umschwenkt – mit mehr Unabhängigkeit für die einzelne Arztpraxis. Der Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Gerder und Landwehr – zusammen mit ihrer Immobilientochter Casa Baubetreuung Investor – sagte in diesem Zusammenhang, eine weitere wichtige Hürde sei der Mietpreis gewesen.

 Das Geld für das E.on-Areal wäre auf die Mieten umgelegt worden, die die Praxen zahlen. Landwehr sagte, man sei sich mit dem Grundbesitzer „einig geworden“. Er behält das Stück, das für das Facharztzentrum nicht benötigt wird – was sich mietmindernd auswirkt.

 Hamit Yldiz will das Gelände jetzt vermieten. „Wohnung oder Geschäftsräume, ist mir egal“, sagt er. „Aber wenn die jetzt ankommen, sie wollen doch kaufen, mache ich das definitiv nicht.“ jcp

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