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Kyffhäuser vor Gericht

Kameradschaft wechselt Landesverband Kyffhäuser vor Gericht

Der Kyffhäuser Landesverband (LV) Niedersachsen soll ab Sonnabend Niedersächsische Kameradschaftvereinigung „Kyffhäuser“ heißen. Doch nicht alle 4500 Mitglieder sind diesen Schritt mitgegangen. Die Kyffhäuser-Kameradschaft Probsthagen-Vornhagen ist zum Landesverband Westfalen-Lippe gewechselt.

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Quelle: dpa

Stadthagen. Grund für die Umbenennung ist, dass der Niedersächsische Landesverband, , der im April vergangenen Jahres sein 140-jähriges Bestehen gefeiert hat, unter das Dach der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung geschlüpft ist.

 „Wir wollen Kyffhäuser bleiben und unsere Tradition wie gewohnt pflegen“, begründet der Vorsitzende der heimischen Kameradschaft Bernd Windheim. Denn ob der niedersächsische Verband den Begriff „Kyffhäuser“ weiter tragen darf, ist strittig und wird wohl vor Gericht ausgetragen werden. Hintergrund ist eine 2015 auf der Bundesversammlung verabschiedete Beitragserhöhung von sechs Euro im Jahr. Der Landesverband Niedersachsen soll sich damals bei der Abstimmung enthalten bleiben. So beschreibt es zumindest Dieter Schütte vom Bundesvorstand der Kyffhäuser. Dabei sei die Beitragserhöhung schon mehrere Jahre überfällig gewesen, so Schütte. Nur habe es lange Zeit keine Einigung gegeben, bis vor eineinhalb Jahren.

Misswirtschaft beim Bundesverband

Constantin Dezius, Schatzmeister des LV Niedersachsen bezeichnet die Erhöhung des Beitrags als Auslöser, Grund für den Verbandswechsel sei hingegen Misswirtschaft beim Bundesverband der Kyffhäuser. Diesen habe man nicht mehr mittragen wollen. Dezius betont aber auch: „Wir lösen uns nicht auf, wir benennen uns nur um.“ Und der Name Kyffhäuser soll bleiben, schließlich der sei traditionsreiche Landesverband den Bundesverband mit gegründet.

 Der Bundesverband hingegen möchte den Begriff „Kyffhäuser“ aus dem Titel des Verbands getilgt wissen, dies sei schließlich „irreführend“, so Schütte. Es habe bereits einen Präzedenzfall gegeben, der bis vor den Bundesgerichtshof gegangen sei. Damals sei im Sinne des Bundesverbands entschieden worden.

Traditionen fortführen

Auch Dezius ist dieser Fall bekannt, der jedoch auf einem ganz anderen Sachverhalt beruht habe. Man wolle es drauf ankommen lassen, „denn wir wollen die Tradition fortführen und den Gemeinschaftsgeist hochhalten“. Er bedaure natürlich, dass der Verband rund 1700 Mitglieder verloren habe. Einen Vorwurf könne er ihnen aber nicht machen. Dazu beigetragen habe die Stimmungsmache auf Bundesebene, die die Mitglieder verunsichert habe.

 Für die Mitglieder in Probsthagen-Vornhagen soll der Verbandswechsel keine spürbaren Auswirkungen haben, so der Vorsitzende Windheim, dem auf der Versammlung noch eine besondere Ehrung zuteil wurde: Ihm wurde das Kyffhäuser Verdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Außerdem bekam er die Treuenadel für 40-jährige Mitgliedschaft. Für 20 Jahre im Verein wurden Heinz Bolde und Petra Vogel geehrt. col

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