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L444-Sanierung: Straße ist zu schmal

Warum es eine Vollsperrung sein muss L444-Sanierung: Straße ist zu schmal

Würde auch eine halbseitige Sperrung reichen, damit der Verkehr einspurig fließen kann? Diese Frage stellen SN-Leser mit Blick auf die Sanierungsarbeiten auf der Landesstraße 444 zwischen der Straße An der Bergkette und der Reinsdorfer Straße südlich von Reinsen.

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Stadthagen. „Auch ich erhalte viele solcher Anfragen“, räumte Markus Brockmann, Leiter der Landesverkehrsbehörde in Hameln, auf Anfrage ein.

Dabei ist die Vollsperrung während der noch bis zum Ende dieser Woche dauernden Baumfällarbeiten auch bei Kritikern unstrittig. Aber für die sich daran anschließende Zeit bis Mai – solange soll die Sanierung der Fahrbahn dauern – könnte doch eine halbseitige Sperrung ausreichen, so die Bürger.

„Das geht leider nicht“, antwortete Brockmann. Begründung: Die Fahrbahn ist dafür dort viel zu schmal. Die Baufahrzeuge benötigen aber ausreichend Bewegungsspielraum, um unter anderem den Untergrund 70 Zentimeter tief auszukoffern. „Deswegen müssen wir da auf ganzer Breite bauen“, erläuterte der Behördenleiter. Um die Arbeiten jeweils nur halbseitig erledigen zu können, müsste die Fahrbahn um mindestens 2,50 Meter breiter sein, so Brockmann.

Ein zweiter, wenn auch nachgeordneter Grund kommt nach den Worten des Experten hinzu. Es werden drei sogenannte Amphibientunnel angelegt, für die drei Meter tief gebaggert werden müsse. „Machen wir das jeweils nur halbseitig, rutscht uns der Boden nach, und eine Abstützung wäre zu aufwendig.“

Brockmann nahm auch Stellung zu der Tatsache, dass der 200 Meter lange innerörtliche Abschnitt der L 444, obwohl seit Weihnachten für den Verkehr wieder freigegeben, noch nicht wirklich fertig ist. An diesem Teilstück war im Herbst gearbeitet worden. Die Fahrbahndecke sei nicht mehr vor Weihnachten fertiggestellt worden, „weil wir nicht wussten, wie die Witterung wird“, begründete Brockmann. Daher sei zunächst eine provisorische Tragschicht aufgebracht worden. Beim Anlegen des Gehwegs sei die beauftragte Firma nicht rechtzeitig fertig geworden. Das soll „so schnell wie möglich“ nachgeholt werden, wie Brockmann betonte.

Die Fahrbahndecke soll nach Darstellung des Behördenchefs an zwei Tagen im Spätsommer aufgetragen werden. Das fällt ganz bewusst in die Zeit, wenn der Straßenzug ohnehin gesperrt ist, weil dann der Abschnitt zwischen der Ortsgrenze Reinsens und dem Wald saniert wird.

ssr

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