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„LandArt“-Festival begeistert

Rund 2500 Besucher „LandArt“-Festival begeistert

Als sich die Dämmerung über dem Bruchhof einstellt, erwacht der Wald um das alte Gutshaus zum Leben. 28 Naturkunstwerke im Licht von Scheinwerfern, Laser und Kerzenschein tauchen entlang verschlungener Pfade aus dem Dunkel auf.

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Kunst im Licht von Scheinwerfern.

Quelle: geb

STADTHAGEN. Installationskünstler aus der ganzen Republik, von Bremen bis Stuttgart, haben dafür eine ganz eigene Welt erschaffen – aus Materialien, die der Wald hergibt. Kein Eintritt, keine Werbung, keine Souvenirs, dafür viel gemeinschaftliches Engagement. „Es ist einfach wunderbar unwirtschaftlich“, sagt Christian Köpper von der Initiative „TuWat“ und strahlt zufrieden.

Mammutaufgabe für alle Beteiligten war das Anlegen der Pfade. „40 Kubikmeter Holzschnitzel aus drei Mulden haben wir mit Schubkarren im Wald verteilt. Nach dem ersten Regen mussten wir die Wege zum Teil abtragen und wieder neu beschichten“, erklärt Raimund Sichma.

„Der kreative Trend geht bei unseren Künstlern in diesem Jahr zur Schneise“, verrät der Organisator. Durch das Erdreich gegraben oder mit dem Laser durch die Nachtluft geschnitten, ergab sich dadurch zwischen Hunderten Kerzenlichtern in den Bäumen eine traumhafte Kulisse.

Kunst aus Licht und unterschiedlichem Material

Etwas mehr Technik und Material als üblich ergänzt dabei den bevorzugten Werkstoff Holz. Die Lichtinstallationskünstler „Pix.Cell“ aus Hannover lassen mit Projektor und Nebelmaschine eine gespenstische Gestalt über einen Teich tanzen. Gegenüber am Ufer spielt eine Rockband – gefertigt aus dürren hölzernen Musiker-Gestalten.

Carmen Büchner aus Stuttgart verarbeitet 35 unterschiedlich große Styroporkugeln zu einer zwischen Baumstämmen schwebenden Wolke im wechselnd farbenfrohen Projektor-Licht. Die schlichter gehaltenen Holzkonstruktionen wirken wie archaische Relikte aus einer vergangenen Epoche. Das Spiel aus Licht und Schatten erzeugt dabei eine bedrohlich-mystische Szenerie, die an germanische Kultstätten erinnert.

Der aufmerksame Besucher findet inmitten dieses Ensembles auch kleine Skurrilitäten. Künstlerin „Dole“ aus Bremen sammelte unzählige Weinbergschnecken und platziert sie für ihr Werk „Rotation Slug Lust“ auf einer rotierenden Baumwurzel. Die Vorübergehenden reagieren ebenso amüsiert wie perplex. Die Künstlerin will mit ihrem Werk zu Debatten über eine gesellschaftliche Entschleunigung anregen.

Die ruhige Atmosphäre des Festivals wird nach Mitternacht von elektronischen Rhythmen durchbrochen. Das Schaumburger DJ-Duo „Trampolin“ hat für diese Nacht eine Tanzfläche vor einem hölzernen Drachen errichtet. Es gibt auch ein „Zeltdach“ und eine Chillout-Area mit Baumscheiben als Sitzgarnitur. Und so tanzen die Besucher bis zum Morgengrauen in dieser unwirklichen Welt. geb

Bilder auf sn-online.de

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