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LandArt-Festival verzauberte

Klänge, Illumination und Kunst am Stadthäger Bruchhof LandArt-Festival verzauberte

Der Wald am Bruchhof verwandelt sich in dieser Woche in einen magischen Ort. Fast 100 Helfer und Künstler arbeiten rund um das denkmalgeschützte Gut, um das LandArt-Festival vorzubereiten.

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Thomas Droesemeyer (links) und Christian Köpper kreieren wie viele weitere Künstler Werke aus den Materialien des Waldes.

Quelle: geb

Stadthagen. Eine Woche lang setzen sie sich dabei unter Leitung der Initiative Tuwat und dem Projekt Probsthagen auf kreative und ursprüngliche Art mit der Natur auseinander.

„Bei den meisten steht das Konzept, manche disponieren im Prozess noch um“, beobachtet Projektleiter Raimund Sichma. Zwischen Bäumen, Wiese, Moor und See nutzen die kreativen Köpfe im Alter zwischen 16 und 65 alle Elemente, die das weitläufige Gelände bietet und achten auf einen sensiblen Umgang mit der Natur.

„Jedes Jahr zeichneten sich Modethemen ab, mal sind es Lehmgebilde, mal entrindete Äste und Wurzeln, die das Bild prägen“, resümiert Sichma über die Arbeit. Das Element, dass sich jährlich am meisten bemerkbar macht, ist das Wasser. Das fällt nämlich zum Leidwesen der Veranstalter oft in Strömen vom Himmel, findet damit aber auch mitunter Eingang in die Kreationen, wenn es zum Beispiel durch ein sonst trockenes Bachbett strömt.

Hier erschafft Thomas Droesemeyer aus Hannover sein „Bachspiel“: Immer mehr Äste verzweigt er miteinander zu einem Kranz wie ein Saturnring, unter dem das Wasser durchströmen kann.
Viele Künstler haben einen weiteren Weg auf sich genommen. Mit Georg Mann aus Halle an der Saale und Carmen Büchner aus Stuttgart gönnt sich die Initiative zwei etablierte Künstler, die das Ensemble bereichern. Aus etwa 15 Einsendungen hatte das Leitungsgremium die beiden Profis ausgewählt.

Büchner darf sich bei ihrer Installation die Ausnahme von Styropor-Kugeln erlauben. In einigen Metern Höhe werden sie von unsichtbaren Fäden hängen und durch eine Projektion eine dreidimensionale Illusion erzeugen.

Georg Mann steht vor dem runden hölzernen Fundament seiner Schöpfung aus zusammengeschraubten Fragmenten und weiß selbst noch nicht ganz genau, was es werden wird. Wie ein Ei wird es emporwachsen und am Ende „etwas Großartiges darin sein. Ich mache nur den Anfang, Mutter Natur den Rest“ verrät Mann.

Seit dem ersten LandArt 2007 sind viele Werke auf dem Gelände erhalten geblieben. Christian Köpper, Tuwat-Aktivist der ersten Stunde beobachtete den Wandel der Schöpfungen über die Jahre. „Viele Jugendliche starten figürlich und differenzieren sich hin zum materiellen Umgang mit Formen und Kontrasten.“ Köpper rechnet mit über 50 Kunstwerken, wenn am Sonnabend um 14 Uhr die Ausstellung öffnet. Szenischer Höhepunkt wird die Dämmerung gegen 21.30 Uhr sein.
„1000 Lichter werden den Wald erleuchten und Mareike Kroschel alias ‚Léel‘ wird ihre E-Harfe erklingen lassen“, so Köpper. Selbst gestandene Familienväter hätte die Atmosphäre aus Klang und Licht schon zu Tränen gerührt. Auch die Lichtkünstler „Pix.Cell“ aus Hannover würden eine spektakuläre Installation anbieten, versprechen die Organisatoren.

Zum Rahmenprogramm gehört die Bühne des Flüchtlingsprojekts „KulturPlattform“ mit vielfältigen Beiträgen von Musik bis Poetry Slam am Sonnabend zwischen 14 und 19 Uhr und Sonntag zwischen 14 und 17.30 Uhr.

Im Café Bruchhof öffnet am Sonnabend die Ausstellung „Naturverhalten“ von Tanja Smolka mit Zeichnungen, Malerei und Video. Der Eintritt zum Festival ist frei.

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