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Landkreis denkt über Security nach

Jobcenter-Attacken Landkreis denkt über Security nach

Erst am Dienstag die Bombendrohung im eigenen Haus und wenig später die Nachricht von der tödlichen Messerattacke auf einen Gutachter des Jobcenters in Rothenburg: Die Stimmung unter den Mitarbeitern des Jobcenters Schaumburg ist momentan „von Sorgen und großer innerer Unruhe geprägt“.

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Stadthagen. So beschreibt der Leiter der Behörde, Bernd Dittmer, die Lage und fügt hinzu: „Es ist zu spüren, dass es gärt.“

 Als das Jobcenter wegen der Bombendrohung evakuiert werden musste, sei die Stimmung überwiegend gefasst gewesen, so Dittmer. Doch an den Folgetagen hätten viele Mitarbeiter geäußert, „dass es ein komisches Gefühl ist, wieder hier zur Arbeit zu kommen“. Daran sei zu merken, „dass der hiesige Vorfall plus die Nachricht aus Rothenburg nachwirken“. Dittmer versichert: „Wenn einzelne Mitarbeiter mit dem Druck nicht umgehen können sollten, werden wir umgehend eine psychologische Betreuung organisieren.“

 Eine Reihe von Vorsorgemaßnahmen sei seit geraumer Zeit getroffen, sagt Dittmer. So habe es wiederholt Trainingskurse für Extremsituationen mit problematischen Kunden gegeben. Einen Handlungsleitfaden für bedrohliche Lagen sei ebenso wie ein Notrufsystem vorhanden.

 Die Verunsicherung sei auch unter den Mitarbeitern anderer Abteilungen der Kreisverwaltung an der Jahnstraße wahrzunehmen, berichtet der Erste Kreisrat Klaus Heimann. Es sei leider zu beobachten, dass die Hemmschwelle für Beleidigungen und Bedrohungen gegenüber Behördenvertretern immer niedriger werde. Deshalb „verfolgen wir jetzt rigoros die Linie, derartige Vorfälle zur Anzeige zu bringen“, unterstreicht Heimann. Sollte die Zahl von Ereignissen wie das in Rothenburg zunehmen, „müssten wir über weitere Maßnahmen bis hin zum Einsatz von Sicherheitskräften nachdenken“.

 Jobcenter-Leiter Dittmer betonte, es „wäre gut, wenn die Polizei den Urheber der Bombendrohung fände, da würde vielen unserer Mitarbeiter eine Last von der Schulter fallen“.

 An diesem Punkt stehe die Polizei „vor schwierigen und umfangreichen Ermittlungen“, sagte dazu Polizeisprecher Axel Bergmann. Der in der Telefonzentrale des Jobcenters eingegangene Drohanruf mit unterdrückter Nummer sei „von dieser örtlichen Telefonanlage nicht zurückzuverfolgen“. Nun versuche man, „über den Telefon-Anbieter zu ermitteln, wer angerufen hat“. ssr

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