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Leere Schaufenster in Stadthagen

Schwer vermarktbare Objekte Leere Schaufenster in Stadthagen

Zwölf von insgesamt 30 ungenutzten Ladenobjekten in der Innenstadt gelten als besonders schwer vermarktbar.

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Leerstand an der Obernstraße.

Quelle: rg

Stadthagen. Vor allem an der Krummen Straße sowie an der Niedernstraße kann ein Stadtbummel frustrierend sein. Statt auf ein buntes Warensortiment schauen Passanten oft in verstaubte oder verhüllte Schaufenster. Einige Ladenobjekte in der Innenstadt stoßen bei Geschäftsleuten augenscheinlich nicht auf Gegenliebe.

Aktuell gibt es nach Angaben des städtischen Wirtschaftsförderers Lars Masurek in der Kreisstadt 30 Leerstände. Zwölf davon seien besonders schwer zu vermitteln.
Der Frage, wie die Vermarktungschancen der leer stehenden Geschäfte gesteigert werden können, geht auch die vergangenes Jahr gegründete Initiative zum Leerstandmanagement nach (wir berichteten). Außer dem Mietpreis seien bauliche Gegebenheiten wie die Länge der Schaufensterfront und Barrierefreiheit entscheidende Argumente für die Nutzbarkeit eines Geschäftes. Vor allem die Lage spiele im Zusammenhang mit der Kundenfrequenz, der Erreichbarkeit und den Parkmöglichkeiten eine wichtige Rolle, erklärt Masurek, der gleichzeitig Sprecher der Initiative ist.

Ebenso entscheidend seien das Umfeld sowie die Geschäfte in der Nachbarschaft. Bereiche, in denen sich Leerstände aneinanderreihen, lockten keine Kunden. Kaum ein Passant verirre sich in die verlassen wirkenden Teile der Innenstadt. Hinzu komme, dass besonders bei älteren Gebäuden, die zum Teil auch unter Denkmalschutz stehen, der Sanierungsbedarf potenzielle Investoren abschreckt.

Dass ein Leerstand über geringeres Potenzial verfügt als ein genutztes Ladenlokal, bedeute jedoch nicht, dass er sich deshalb gar nicht für eine Nachnutzung eigne, betont Masurek. „Je nach Sortiment beziehungsweise der potenziellen Nutzung existieren zwangsläufig sehr individuelle Ansprüche an eine Immobilie.“ Die Arbeitsgemeinschaft will sich nun einzelne Objekte vornehmen und deren Vorzüge mit Blick auf die Ansprüche spezieller Einzelhändler ausarbeiten.

Einzelfallbezogen könne es laut Masurek auch sinnvoll sein, den Eigentümern niedrigere Mietpreise nahezulegen. Eine weitere Möglichkeit sei die Empfehlung von Sanierungsmaßnahmen oder Vermarktungswegen für konkrete Nachnutzungskonzepte. Jedoch, so räumt der Sprecher der Initiative Leerstandsmanagement ein, ließen sich einige Objekte derzeit gar nicht vermarkten.
Unter bestimmten Umständen haben Eigentümer die Möglichkeit, für die Sanierung bei der Stadt finanzielle Unterstützung zu beantragen. Bezuschusst werden Maßnahmen in städtebaulichen Problembereichen, heißt es in der Richtlinie.

Bis zu 20 000 Euro kann der Bürgermeister für die Sanierung denkmalgeschützter Leerstände „in exponierter Lage“ gewähren. Im vergangenen Jahr hat jedoch kein Besitzer einer Innenstadt-Immobilie dieses Angebot genutzt. Wie es 2016 aussieht, bleibt abzuwarten. tbh

 

Krumme Straße

Niedernstraße

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