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Leerstand nimmt weiter zu

Geschäftsflächenmanagement kein Erfolg beschieden Leerstand nimmt weiter zu

Vor mehr als drei Jahren hat die Stadt das Geschäftsflächenmanagement in Angriff genommen, um den Leerstand in der Innenstadt zu beseitigen. Doch der Erfolg ist bisher ausgeblieben.

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Stadthagen. Nach Angaben von Lars Masurek stehen derzeit 28 Ladenobjekte in der Altstadt leer, vor zwei Jahren waren es nur 24. „Der Leerstand in den gut frequentierten Lagen hat sich im Ergebnis nicht verschlechtert“, betont der Wirtschaftsförderer der Stadt, der als Erfolgsbeispiel die Ansiedlung von Maxi Moden am Markt nennt.

 Dagegen seien die Flächen in den Nebenlagen schwieriger zu vermarkten. Ansätze wie der Versuch eines sogenannten Immobilienpoolings an der Niedernstraße seien wegen des fehlenden Interesses durch den Handel gescheitert. „Wir haben dabei versucht, mehrere Ladenflächen als zusammenhängendes Objekt zu vermarkten, um einem Filialisten eine größere Fläche anbieten zu können“, erklärt Masurek. „Das bleibt aber ein möglicher Ansatz.“

 Gerade in einer Stadt wie Stadthagen sei das Geschäftsflächenmanagement eine Herausforderung. „Filialisten haben sehr genaue Vorstellungen, zum Beispiel bodentiefe Schaufensterfronten. Das lässt sich häufig allein aus Gründen des Denkmalschutzes nicht verwirklichen.“

 Die Verwaltung sei im stetigen Gespräch mit Immobilieneigentümern, Maklern, Projektentwicklern, Expansionsleitern von Handelsunternehmen und weiteren Interessenten. „Wir beraten über mögliche Nutzungskonzepte sowie bau- und planungsrechtliche Aspekte, vermitteln Fördermittel und stellen auf Wunsch Daten wie die Kundenfrequenz zur Verfügung“, erklärt Masurek.

 Derzeit gebe es „intensiveren Kontakt mit einem Eigentümer an der Niedernstraße und Bemühungen um einen Leerstand an der Obernstraße“. Dabei handele es sich um einen Projektentwickler, der im Auftrag eines Handelsunternehmens nach einer geeigneten Ladenfläche suche. Um welchen Filialisten es sich dabei handelt, will Masurek nicht sagen. „Aber H&M ist es definitiv nicht.“

 Trotz der vielen Leerstände bezeichnet der Wirtschaftsförderer Stadthagen als „weiterhin interessant für größere Handelsunternehmen“. Die Nachfrage beziehe sich allerdings meist auf größere Flächen in 1a-Lagen. „Und die sind derzeit nicht verfügbar. Mittelfristig ist dies aber möglich.“ Ein weiterer „Ankerbetrieb“ könne einen positiven Effekt für die umliegenden Geschäfte haben.

 Aber auch die Nebenlagen haben nach Ansicht von Masurek Potenzial, vor allem für spezialisierte Geschäfte und Dienstleister, die nicht so hohe Mieten zahlen können. „Die Niedernstraße hat zum Beispiel den Vorteil, dass dort Autos vorbeifahren und direkt vor dem Geschäft parken können.“

 Als interessanten Ansatz bezeichnet Masurek Mietzuschüsse für Existenzgründer. „Wir haben vorerst davon Abstand genommen. Wir schließen das aber für die Zukunft nicht aus. Es stellt sich dabei aber unter anderem die Frage, für welche Immobilien wir einen Zuschuss gewähren würden.“

 Denn ein großes Problem sei, dass „eine Reihe von Leerständen gravierende Mängel“ aufweisen. „Der Sanierungsstau beginnt bei der fehlenden Barrierefreiheit oder Helligkeit und endet bei schlechten energetischen Eigenschaften und nicht marktgängigen Zuschnitten.“ Diese Immobilien seien nicht gefragt, so Masurek. „Eine Vermarktung ohne Investitionen der Eigentümer wird kaum möglich sein.“ ber

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