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Lehrer fordern Unterstützung

Nach Gewaltausbruch in Deckbergen Lehrer fordern Unterstützung

Dass die Rektorin einer Grundschule die Polizei rufen muss, so passiert in Deckbergen, weil drei Drittklässler einen Klassenkameraden verprügelt haben (wir berichteten), lässt die Menschen aufschrecken. In Sachen Inklusion gebe es noch viel Arbeit, sind sich die Experten einig.

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STADTHAGEN. Auch wenn solch eine Gewalteskalation nicht die Regel sein mag, wie Friedrich Lenz, Kreisverbands-Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft erklärt, zeige es doch, dass es in Sachen Inklusion noch viel zu tun gebe.

 Er habe nach dem Bekanntwerden des Vorfalls in Deckbergen mit einigen Rektoren telefoniert, „um mir ein eigenes Bild zu machen“, so Lenz. Dabei habe sich gezeigt, wie belastet die Kollegen seien. „Alle klagen über mangelnde Unterstützung, weil es immer mehr Schüler gibt, die emotional-soziale Auffälligkeiten mitbringen.“ Somit werde das bisher übliche Arbeiten erschwert. Es brauche ein ganzes Maßnahmenpaket, angefangen mit mehr Sozialpädagogen, „damit die Kollegen zu ihrem Kerngeschäft, dem Unterrichten, zurückkommen können“.

Stadt finanziert Sozialarbeiter

 Auch der Stadtverwaltung seien keine derart extremen Fälle bekannt, wie Stadtsprecherin Bettina Burger erklärt. Aber: „Sicherlich gibt es auch an den Stadthäger Grundschulen Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten.“ Für den Nachmittagsbereich finanziere die Stadt an den beiden Grundschulen mit Ganztagsbetrieb (Grundschule Am Sonnenbrink und Am Stadtturm) je eine halbe Sozialarbeiterstelle, um präventiv zu unterstützen. Hier bestehe ein steter Austausch mit den Schulleitungen.

 Das Gespräch will Lenz nach den Herbstferien auch suchen – und zwar mit den Kindergärten. „Probleme, die in den Grundschulen auftauchen, müssen sich ja schließlich schon früher bemerkbar gemacht haben. „Wenn es schon bei uns im ländlich- kleinstädtischen so Probleme gibt, will ich gar nicht wissen, wie es in Großstädten zugeht.“ col

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