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Leichtes Spiel für den Bagger

Stadthäger Wasserturm abgerissen Leichtes Spiel für den Bagger

Innerhalb von nur einigen Stunden ist ein Stück Geschichte Stadthagens Geschichte: Die Experten des Abrissunternehmens haben am Donnerstag um 10 Uhr mit dem Abbruch des Wasserturms begonnen – und bereits gegen Mittag war von dem Turm nichts mehr zu sehen.

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Mit einem Spezialbagger hat die Hamelner Firma den Wasserturm am Donnerstag abgerissen. 

Quelle: rg

Stadthagen. Selbst Karl-Heinz Wittenberg vom Hochbauamt der Stadt zeigte sich im SN-Gespräch überrascht über die Schnelligkeit, mit dem der Turm dem Spezialbagger zum Opfer fiel. Das historische Bauwerk auf dem Georgschacht-Gelände sei so marode gewesen, dass der Reißzahn des Baggers keine Probleme hatte. „Es war nicht viel anders, als eine Hütte abzureißen.“

Nachmittags liegt er in Schutt und Asche. rg

Die Sorge, dass die Arbeiten durch den über das Land hinwegziehende Orkan „Friederike“ unterbrochen oder gar verschoben werden müssten, habe er nie gehabt, so Wittenberg. „Den schweren Geräten können Windböen von 80 bis 90 Stundenkilometer nichts anhaben.“ Bei Geschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern hätten die Arbeiter – am Werk ist das Hamelner Abbruch-Unternehmen Werner Otto – eventuell eine Pause eingelegt. Aber am Donnerstagvormittag zeigte sich das Wetter auch noch eher von seiner regnerischen als stürmischen Seite.

Der Spezialbagger, für den die Stadt eine Schwerlasttransportgenehmigung gebraucht hatte, wird heute schon wieder abtransportiert. Die restlichen Arbeiten können mit einem kleineren Bagger erledigt werden. Wittenberg rechnet damit, dass nächste Woche höchstens noch etwas Material abgetragen werden muss. Damit habe die Stadt ihren engen Zeitplan aber gut eingehalten. Wie berichtet, war der Abriss eng getaktet, beginnt in Kürze doch die Brutzeit eines geschützten Uhus. Die Untere Naturschutzbehörde hatte im September den Abriss für die Zeit von Oktober bis Dezember empfohlen.

Am 18.02. hat der Abriss des Wasserturms auf dem Georgschacht begonnen. Unsere Galerie bietet einen Eindruck davon.

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Der vielfach geäußerten Kritik an dem Abriss – der allgemeine Tenor: städtisches Geld zu verschwenden, um ein Stück Geschichte zu zerstören – stellt sich Wittenberg deutlich entgegen. „Wir hatten nicht viele andere Möglichkeiten, der Abbruch erfolgt aus Sicherheitsgründen.“ Der Turm sei einsturzgefährdet gewesen. Es gelte, die Menschen zu schützen, schließlich wolle sich niemand ausmalen, was passiere, wenn der Turm auf das nebenliegende Grundstück falle oder auf einen Lastwagen, der dort gerade vorbeifahre. col

Die Geschichte des Georgschachtes in Bildern gibt es  hier.

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