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Stadthagen Licht ins Dunkel

Pünktlich zum Beginn der dunklen Jahreszeit flammt in Stadthagen die Debatte um die Beleuchtung wieder auf. Die SPD-Fraktion im Stadthäger Rat hat angekündigt, das Lichtkonzept für die Stadt weiterentwickeln zu wollen. Die Opposition will erst einmal den Antrag abwarten.

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Quelle: pr.

Stadthagen.  „Wir fordern die Stadtverwaltung auf, eine aktuelle Bestandsaufnahme der derzeitigen Straßenbeleuchtung und der Beleuchtung von öffentlichen Plätzen vorzunehmen“, wird SPD-Vorstandsmitglied Timo Wildhagen in einer Pressenotiz zitiert. Vor allem müsse beurteilt werden, „ob die derzeitige Beleuchtung unter Sicherheitsaspekten ausreichend ist“.

 Nach Vorstellung der SPD soll sich der zuständige Bau- und Planungsausschuss in einer der nächsten Sitzungen damit befassen. Besonders schwebt den Sozialdemokraten dabei ein neuralgischer Punkt vor, der die Stadt schon seit Jahren beschäftigt: die Wallanlagen. Sie werden unter anderem als Schulweg genutzt. Wer dort entlang ging, musste sich in den vergangenen Jahren mit einer notdürftigen Beleuchtung begnügen. Erst im Frühjahr hatte der Planungs- und Bauausschuss einmütig empfohlen, dort bis 2017 insgesamt 80000 Euro in 25 neue Lampen zu investieren. Die Verwaltung, so Wildhagen, müsse die immer wiederkehrenden Anmerkungen von Bürgern zur Beleuchtung auf den Wallanlagen und an weiteren öffentlichen Orten wie Park- und Spielplätzen ernst nehmen und Optimierungen prüfen. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger sei sehr wichtig, und hierzu trage Helligkeit auf viel genutzten Geh- und Radwegen in besonderem Maße bei. Nach den Worten des SPD-Ortsvorsitzenden Jan-Philipp Beck sind damit vor allem die kleinen Gassen in der Innenstadt gemeint, und auch beim Marktplatz sieht die Fraktion Verbesserungsbedarf.

 Doch nicht nur der Sicherheitsaspekt spielt für die Stadthäger Sozialdemokraten eine Rolle, sie sehen auch den möglichen touristischen Wert einer passenden Beleuchtung der Kreisstadt. „Wir können uns gut vorstellen, den vor einigen Jahren gestarteten und kontinuierlich umgesetzten Lichtmasterplan weiterzuentwickeln und dessen Umsetzung weiter zu forcieren“, so Beck.

 Im Lichtmasterplan der Kreisstadt ist festgelegt, wie hervorstechende Gebäude, vor allem jene aus der Zeit der Weserrenaissance, mit moderner Beleuchtungstechnik zeitgemäß und wirkungsvoll in Szene gesetzt werden. „Leider waren einige Anschaffungen im Zuge des Lichtmasterplans Opfer von Vandalismus“, so Beck. Die Leuchten am Wall, die in Fußhöhe angebracht waren, seien oft einfach zertreten worden. „Hier muss nach neuen Möglichkeiten gesucht werden, dies in einer Weiterentwicklung zu vermeiden.“

 Um das Lichtkonzept weiterzuentwickeln, setzt die SPD nach eigenen Angaben aber nicht nur auf die übrigen Fraktionen im Stadthäger Rat, sondern auch auf die Mitarbeit unabhängiger Einrichtungen. Es müsse einen Gesamtprozess mit allen Gruppen geben, so Beck. „Unter Beteiligung der hiesigen Vereine gilt es nach Möglichkeiten zu suchen, den Lichtmasterplan weiterzuentwickeln.“ Auf die möglichen Kosten eines derartigen neuen Konzepts wollte sich die SPD auf Nachfrage noch nicht festlegen.

 Fest steht aber, dass die Partei mit ihrem Vorstoß bei CDU und WIR/FDP offene Türen einrennt. „Die CDU-Fraktion hat in der Vergangenheit schon mehrfach darauf gedrungen“, ließ Unions-Fraktionschef Heiko Tadge wissen. Ähnlich äußerte sich Richard Wilmers für die WIR: Die dunklen Ecken sollen verschwinden. „Es gibt einige solche Stellen.“ aw

LICHTMASTERPLAN: Architektur in Szene gesetzt

Im August 2004 stellte die Stadtverwaltung den ersten Entwurf eines Lichtmasterplanes vor. Dabei geht es um die Möglichkeiten, besondere Gebäude und Einrichtungen wie etwa den Stadtgarten, die Lateinschule oder das Schloss mit moderner Beleuchtungstechnik ansprechend in Szene zu setzen. Hinsichtlich der Prioritäten, die im Lichtmasterplan festgelegt waren, gab es im Laufe der Jahre mehrfach Veränderungen. Das lag nach den Worten von Stadtpressesprecherin Bettina Burger unter anderem an Sponsoren für die Lichtensembles. So hätten sich beispielsweise Firmen gemeldet, die ausdrücklich den Stadtturm sponsern wollten. Deshalb sei dieser in der Prioritätenliste nach vorne „gerutscht“. Von den geplanten Maßnahmen sind außer dem Stadtturm bis jetzt das Schloss (zur Hälfte), die St.-Martini-Kirche, die Lateinschule, die Amtspforte und die Wallanlagen (West- und Nordwall) umgesetzt. aw

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