Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Lidl darf nicht an die Jahnstraße

Stadthagen Lidl darf nicht an die Jahnstraße

Auf der Ackerfläche südlich des Wilhelm-Busch-Gymnasiums an der Jahnstraße sollte ein Lidl-Lebensmittelmarkt angesiedelt werden. Dafür sollte die Filiale des Discounters an der Breslauer Straße geschlossen werden. Doch daraus wird nichts.

Voriger Artikel
Einbrecher stehlen Kupferrohre
Nächster Artikel
Kastrationspflicht für Katzen dringend nötig
Quelle: dpa

Stadthagen. Einstimmig lehnte der Bau- und Planungsausschuss des Rates in seiner jüngsten Sitzung die dafür notwendige Veränderung des Flächennutzungsplans ab.

Wie Bauamtsleiter Gerd Hegemann erläuterte, hat der Discounter die Absicht, sich zu vergrößern. Daher werde die Ansiedlung an der Jahnstraße mit einer Verkaufsfläche von 1300 Quadratmeter angestrebt.

Im Flächennutzungsplan ist das insgesamt 11000 Quadratmeter große Areal als „Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung Schule“ festgelegt. Der Projektentwickler der gewünschten Ansiedlung, die baco invest GmbH (Hameln), hat die Änderung in eine „Sondergebietsfläche Lebensmitteleinzelhandel“ beantragt.

Gegen diese Änderung sprechen nach Überzeugung der Stadtverwaltung aber zwei schwerwiegende Gründe: Zum einen würde laut Hegemann dem Landkreis als Schulträger die letzte Freifläche an der Jahnstraße für eine Erweiterung der in diesem Bereich ansässigen Schulbauten versperrt. Der Landkreis habe außerdem in einer Stellungnahme eindringlich darum gebeten, die Möglichkeit einer Erweiterung im Zuge einer künftigen Schulentwicklung offenzuhalten.

Zweitens stehe das städtische Einzelhandelskonzept dem Vorhaben entgegen. Der Discounter an der Breslauer Straße liegt in einem so genannten „Zentralen Versorgungsbereich“. Aus diesem heraus würde er in Richtung Stadtrand verlagert, was „schädliche Auswirkungen auf die Funktion Zentraler Versorgungsbereiche“ nach sich ziehen würde, wie Hegemann erläuterte. Das aber wäre raumplanerisch problematisch, fuhr der Bauamtsleiter fort. Das gelte auch für die angestrebte Größe. Zulässig könnte nach geltender Rechtslage lediglich ein Nahversorger mit höchstens 800 Quadratmeter Verkaufsfläche sein. Doch die Ansiedlungspläne gingen deutlich darüber hinaus.

Die Politiker folgten der Argumentation der Stadtverwaltung ohne Einschränkungen und empfahlen dem Verwaltungsausschuss die Ablehnung der Änderung des Flächennutzungsplans.

Die Firma Lidl hält sich auf Anfrage zu dem Vorgang bedeckt. Aktuell gebe es keine Pläne, die Filiale in Stadthagen an der Breslauer Straße zu erweitern oder sich an einem anderen Standort in der Kreisstadt anzusiedeln, teilte die Presseabteilung des Unternehmens mit. Der Hamelner Projektentwickler Wilfried Leder, Geschäftsführer der baco invest GmbH, bestätigte aber: „Wir wollten auf der Fläche südlich des Wilhelm-Busch-Gymnasiums im Auftrag der Firma Lidl ein Gebäude für einen Lebensmittelmarkt errichten, da die Fläche an der Breslauer Straße nicht mehr zeitgemäß ist.“ ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg