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Lückenschluss zwischen G8 und G9

Zurück zum Abitur nach 13 Jahren Lückenschluss zwischen G8 und G9

Die Rückkehr zu G9, also dem Abitur nach 13 Jahren, geht für die Schulen in Niedersachsen mit großen organisatorischen Problemen einher. Die jetzigen Neuntklässler sind der erste Jahrgang, der zurück zum alten System geht. Für sie kein Problem, aber schwierig wird es für alle Jugendlichen im Landkreis, die nach der zehnten Klasse von einer Real-, Gesamt- oder Oberschule an ein Gymnasium wechseln wollen.

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Mit dem neuen Schuljahr startet am Wilhelm-Busch-Gymnasium eine Lerngruppe als Einführung in die Oberstufe.

Quelle: pr.

Stadthagen. Zur Unterstützung hat das Kultusministerium 25 sogenannte Schwerpunktschulen eingerichtet, an denen zum Schuljahr 2017/2018 eine Lerngruppe als Einführungsphase eingerichtet wird.

Grundsätzlich begrüßen Angelika Hasemann, Direktorin des Ratsgymnasiums Stadthagen, und Holger Wirtz, Schulleiter des Wilhelm-Busch Gymnasiums, die Abkehr vom Turbo-Abitur. „Ich finde es gut, dass die Schüler wieder mehr Zeit haben und der Druck von ihnen genommen wird“, sagt Hasemann, schränkt aber ein: „Ich bin auch überzeugt, dass G8 hätte gelingen können, wenn man dem System mehr Zeit gegeben hätte und die Inhalte reduziert worden wären.“

WBG-Leiter Wirtz sieht die Rückkehr „unbedingt positiv“. Die Schüler könnten sich jetzt intensiver auf die Oberstufe konzentrieren, mehr Zeit in die Berufsorientierung investieren. „Und es nimmt die Schnelligkeit aus der Sekundarstufe I.“

Keine Einführungsphase

Das Problem, vor dem die Schulen jetzt allerdings stehen, geht auf die Einführung von G8 zurück. Denn während die zehnte Klasse für die Gymnasiasten als Einführungsphase in die Oberstufe fungierte, mussten Jugendliche, die nach der zehnten Klasse von anderen Schulformen kamen, diese Klasse wiederholen, um eben die Einführung mitzumachen. Wer aber nach den Sommerferien auf ein Gymnasium wechselt, hat das Problem, dass es keine Einführungsphase gibt, weil es für die jetzigen Neuntklässler dann erst in Stufe 11 so weit ist.

Und da setzen die für den Übergang eingerichteten Lerngruppen an. Auf Antrag des Landkreises als Schulträger hat das Kultusministerium am WBG deshalb eine zusätzliche Klasse genehmigt, um dieses Problem für die Schaumburger Schüler zu lösen. Das WBG richtet in enger Kooperation mit dem RGS im August eine zusätzliche Klasse im Jahrgang 11 als Einführungsphase für das Abitur 2020 ein. Zuerst sei geplant gewesen, diese Jugendlichen in Neustadt beschulen zu lassen, erklärt Hasemann. Der Landkreis habe da jedoch interveniert, sodass das WBG neben 24 weiteren niedersächsischen Schulen ein Standort ist.

Stärkung des Bildungsstandortes Stadthagen

„Eine ganz wichtige Entscheidung“, stellt WBG-Schulleiter Wirtz fest. „Wir haben somit in zentraler Lage mitten im Landkreis einen Standort, der für die Schüler gut erreichbar ist.“ Dies sei eine echte Stärkung des Bildungsstandortes Stadthagen und des Standortes Schaumburg insgesamt. Wichtig sei diese Klasse auch für zukünftige Rückgänger aus höheren Oberstufenjahrgängen, denn diese hätten sonst auf andere Schulen benachbarter Landkreise ausweichen müssen.

Auch für diese Gruppe gäbe es nunmehr Planungssicherheit. Pädagogisch sieht Wirtz das WBG gut aufgestellt: „Wir haben eine jahrzehntelange Erfahrung in der Aufnahme von Schülern mit erweitertem Realschulabschluss und werden diese Schüler durch die Oberstufe begleiten.“ Diesem schließt sich auch Hasemann an.

Interessierte Schüler können sich an das Wilhelm-Busch-Gymnasium wenden. Ansprechpartner ist der stellvertretende Schulleiter Daniel Francke, (05721) 973002. col

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