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„Mahnen und umtreiben“ gegen Krieg und Rassismus

„WIR für Schaumburg“ gedenkt Opfern des 2. Weltkriegs „Mahnen und umtreiben“ gegen Krieg und Rassismus

Die schlichten Grabsteine auf dem Gräberfeld der 46 Zwangsarbeiter haben die Kulisse für das Gedenken der Opfer des zweiten Weltkrieges geboten. „WIR für Schaumburg“ hatte am 77. Jahrestags des Kriegsausbruchs, dem internationalen Antikriegstag, zu der Versammlung auf dem Martini-Friedhof geladen.

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Bürgermeister Oliver Theiß (von links), Reinhold Tillmann und Richard Wilmers gedenken der Zwangsarbeiter.

Quelle: geb

STADTHAGEN. Sven Schnee begleitete die Zeremonie musikalisch auf der Klarinette mit den Stücken „Satin“, „Senryu“ und dem Lied der Moorsoldaten.

„Während des Krieges wurde viel Leid erzeugt und ertragen. Die Deutschen haben einen hohen Preis für ihre Treue zu Hitler und der Wehrmacht gezahlt“, erinnerte Richard Wilmers, betonte aber auch das Schicksal der Opfer von Rassenwahn und Holocaust.

Seine Frau Christine rezitierte den „Schwur von Buchenwald“, erstmals am 19. April 1945 im befreiten Konzentrationslager Buchenwald bei einer Trauerfeier mit 21000 Überlebenden verlesen.

„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht. Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“, heißt es in dem Manifest.

„Eine wirkliche Friedenszeit erleben wir aber ganz und gar nicht“, ergänzte Richard Wilmers und wies auf die zahlreichen kriegerischen Konflikte unserer Zeit hin.

Mehr Resonanz ist erwünscht

„Millionen sind auf der Flucht und leben unter erbärmlichen Verhältnissen“, so der frühere Schulleiter und Aktivist der Friedensbewegung. „Mahnen und umtreiben“ wolle er mit dem Gedenken und auch für mehr Toleranz und Unterstützung für Migranten werben. „Die Resonanz auf unsere Veranstaltung lässt bisher aber noch zu wünschen übrig“, findet Wilmers.

Gemeinsam mit Bürgermeister Oliver Theiß legten die Teilnehmer Rosen an den kargen Gräbern nieder. Mit Reinold Tillmann war auch ein Zeitzeuge unter ihnen, der sich noch lebhaft an das Arbeitslager in Lahde, an ausgezerrte Häftlinge und ein Massengrab erinnern kann.

 „Meine Mutter erzählte mir, das Adolf Hitler mir bei einem Besuch des Erntedankfestes in Stadthagen über den Kopf gestreichelt hat. Damals war ich drei Jahre alt“, so Tillmann. geb

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