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Mahnung und Gedenken mit Beifall gemischt

Stadthagen / Pogromnacht Mahnung und Gedenken mit Beifall gemischt

Ganz leise erst, zaghaft aus den hinteren Reihen. Dann immer lauter. Schließlich klatschte das ganze Publikum zur Zugabe der „Hamburg Klezmer Band“. Ein mit Befangenheit, Trauer und Erinnerung begonnenes Erinnerungskonzert in der Stadthäger St.-Joseph-Kirche zur der Pogromnacht fand einen gelockerten, fast unbefangenen Abschluss.

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Kurz besinnlich und dann vielseitg und abwechlsungsreich: Die "Hamburger Klezmer Band".

Quelle: jpw

Stadthagen (jpw). „Der 9. November war in der Geschichte auch dunkel besetzt.“ Als Gastgeber der Gedenkveranstaltung sprach Pfarrer Stephan Uchtmann einleitend diese Worte.
Bürgermeister Bernd Hellmann setzte den Erinnerungsfaden in die Gegenwart fort, berichtete von den Aktivitäten des Vereins „Alte Synagoge“ und stellte das Wort von der Zivilcourage in den Mittelpunkt. Es dürfe nicht sein, dass in Schaumburg dem „braunen Mob“ die Straße überlassen würde.
„Es wird noch flott“, kündigte der Bürgermeister an und fügte gleich im nächsten Halbsatz dazu, dass dieses nicht so gemeint sei, vielleicht hatte Hellmann „lebhaft“ als Beschreibung der Musik von der Hamburger Klezmer Band gemeint.
So jedenfalls eroberten das Ensemble um Bandgründer Mark Kovnatskiy nach kurzer und besinnlicher Einführung Kirche und Publikum. Kovnatskiy gilt trotz seiner jungen Jahre schon als vielgereister und hochbeachteter Violinist, zudem auch Komponist und Experte für jiddische Tänze.
Die fünf Profi-Musiker haben ihre jüdischen Wurzeln größtenteils in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Sie boten ein vielseitiges und abwechlungsreiches Programm jüdischer und ukranischer Lieder und Tänze. Sängerin Katheryna Ostrovska begann mit Liedern über das Schicksal eines Schneiders und eines Schusters, und sie endete schließlich im rauschenden Beifall beim „Hochzeitsmarsch“.
Ganz zum Schluss, nach dem schwungvollen, dynamischen Gutenacht-Gruß als Zugabe, erneuerte Pfarrer Uchtmann noch einmal die Einladung ans Publikum zum anschließenden Gespräch und Beisammensein im Gemeindehaus.

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