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Stadthagen Stadt Margaritkes blühen noch im Verborgenen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Margaritkes blühen noch im Verborgenen
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06:16 23.04.2012
Spaß am Spiel:  Die "Margaritkes" mit Charlotte Klauss (von links), Polina Neumann, Helga Freude und Ursula Köllmann. Quelle: jpw

Stadthagen (jpw). Dem Auftritt von Helga Freude (Gesang und Gitarre), Charlotte Klauss (Klarinette) und Ursula Köllmann (Kontrabass) mit Liedern aus dem alten Europa – vielleicht mit Swing-Folk beschrieben  – haftet denn auch etwas erfrischend Spontanes, Fröhliches und gut Gelauntes an, dem sich kaum einer der – zu wenigen – Zuhörer entziehen kann.

Selbst Klarinettistin Klauss lässt das zum Schluss das  Wortspiel nicht aus: Mit der Kollegin und Inspiratorin der Combo, Helga Freude, könne „viel Freude während der Probe“ haben und erntet Kopfnicken im Publikum dafür.

Freude, ist das, was man eine Vollblut-Musikantin nennt. Sie erzählt mit Instrument und Stimme und viel Herzblut Geschichten, die viel mit ihrem Leben in und ihrer Leidenschaft für die Musik zu tun haben: Italienische Lieder erinnern an ihre Lebenszeit in Neapel, von anderen Musikern in Stuttgart entdeckte sie die Liebe zur jiddischen Musik, zur Musik der Sinti und Roma. Von ihren Reisen bringt sie sich weitere Anregungen mit, immer kommt etwas Neues dazu.

Nach dem Umzug der Münchnerin von Stuttgart aus einer eher arrivierten Musikszene in die Kleinstadt nach Minden fand sie vor einigen Jahren mit Charlotte Klauss eine weitere Münchnerin als Klarinettistin. Der Kontrabass-Spielerin Ursula Köllmann begegnete sie eher zufällig vor der Musikschule und „sprang ihr hinterher“.

Es hat sich gelohnt. Die  „Margaritkes“ entstanden,  der jiddische Name für Margeriten oder Gänse-blümchen.  Für den Auftritt in Stadthagen verstärkte Polina Neumann für einige Titel die Musikantenschar mit der Geige.

Freude – im Hauptberuf Koordinatorin des Stadthäger Familienzentrums – will die Blumen ganz nach Musikantentradtion auch gerne spontan mit Straßenmusik weiter erblühen lassen „Ich könnte mir vorstellen, auch mal auf dem Stadthäger Wochenmarkt zu spielen.“