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Stadthagen Stadt Markierung soll Radler schützen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Markierung soll Radler schützen
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00:17 24.04.2013
Quelle: rg

Von Verena Insinger

Stadthagen. Unabhängig von der Beschlussempfehlung der Ausschussmitglieder für den Stadtrat beginnt im Mai der Umbau des Fahrradparkplatzes am Bahnhof. Das teilte Bauamtsleiter Gerd Hegemann mit. Dort sollen sogenannte Anlehn-Bügel aufgestellt werden. An diese werden die „Drahtesel“ in kompletter Länge seitlich angelehnt und angeschlossen. Das Areal soll außerdem überdacht werden. Ähnliche Veränderungen seien auch für die Innenstadt geplant.
Was den Weg zu Bahnhof, Innenstadt und Co. angeht, schlägt die Stadtverwaltung Radschutzstreifen vor. Die Markierungen auf der Fahrbahn sind jedoch keine Sonderwege für Radfahrer. Andere Fahrzeugführer dürfen die Markierung bei Bedarf überfahren, wenn Radfahrer nicht gefährdet werden. Solche Einrichtung gibt es nach Auskunft Hegemanns in Stadthagen bislang noch nicht.

Solche Veränderungen müssen jedoch erst mit dem Landkreis und der Landesbehörde für Straßenbau abgestimmt werden, da diese Baulastträger der meisten Straßen sind, für die die Schutzstreifen vorgesehen sind. Beim Radwegekonzept wird außerdem die Polizei zurate gezogen.
Im städtischen Haushalt 2013 sind 50 000 Euro für diesen Posten eingestellt. „Bei fast ausschließlich Markierungsarbeiten kann man mit dem Geld viel erreichen“, sagt Hegemann.
Wenn der Ausschuss sich Mitte Mai für das Konzept samt Prioritätenliste ausspricht, geht es in den Rat. Sollten die Ratsherren dem ebenfalls zustimmen, muss noch der Landkreis als nächsthöhere Verkehrsbehörde die Genehmigung erteilen.
Die SPD/Grünen-Gruppe im Rat sowie die CDU-Fraktion begrüßen den Fortschritt. „Wir sind gut im Zeitplan“, sagte Jan-Philipp Beck, Sprecher der SPD/Grünen-Gruppe. Dem stimmte auch Heiko Tadge, CDU-Fraktionsvorsitzender, zu. „Ich bin mir sicher, dass dieses Jahr noch das eine oder andere angepackt werden kann“, so Tadge.

Richard Wilmers von WIR/FDP kritisierte im Gespräch mit den SN, dass es noch kein geschlossenes Radwegesystem in Stadthagen gibt. „Wir diskutieren seit Jahren darüber, es wird höchste Zeit, dass wir weiterkommen.“ Zwar sei schon einiges bewegt worden, aber es müsse nach Ansicht Wilmers auch noch einiges passieren. „Die Menschen in Stadthagen müssen motiviert werden, zum Rad anstatt zum Auto zu greifen. Das geht aber nur, wenn Radfahrer nicht durch den Autoverkehr gefährdet werden“, betonte Wilmers. Ein geschlossenes Radwegesystem, besonders für Familien, die mit ihren Kindern unterwegs sind, sei überfällig.