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Markthalle Schaumburg: Stadthagen ist raus

Petra Ritter (CDU) präzisiert Idee Markthalle Schaumburg: Stadthagen ist raus

Ausdrücklich nicht als Konkurrenz zum Stadthäger Wochenmarkt sieht die CDU-Kreistagsabgeordnete Petra Ritter ihren Vorstoß hinsichtlich einer Markthalle Schaumburg. Denn in dieser sollen nach Vorstellung der Politikerin ausschließlich Produkte landwirtschaftlicher Direktvermarkter aus der Region verkauft werden.

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In einer möglichen Markthalle sollen Hofläden ihre Ware verkaufen können.

Quelle: dpa

STADTHAGEN. Ihr schon seit vielen Jahren betriebenes politisches Anliegen sei es, den Kunden eine Möglichkeit zu bieten, regionale Produkte von Direktvermarktern „gebündelt an einem Ort vorzufinden“. Die Nienstädterin weiter: „Möchte der Verbraucher bei Direktvermarktern einkaufen, muss er zurzeit viele Hofläden im Landkreis anfahren, um beispielsweise bei dem einen Gemüse, bei dem anderen Käse und wieder an einer anderen Stelle Geflügel zu erwerben.“

Oftmals wüssten Verbraucher auch gar nicht, welche Vielfalt von regionalen Produkten im Landkreis durch landwirtschaftliche Direktvermarkter angeboten wird. All diesen Problemen könne durch eine Markthalle Schaumburg begegnet werden, argumentiert Ritter: „Hier könnte der Kunde alle diese Produkte zentriert vorfinden.“

Ritter schwebt nach eigenem Bekunden vor, dass die Markthalle Schaumburg an ein oder zwei Tagen in der Woche frühabends, etwa zwischen 17 und 19 Uhr, für rund zwei Stunden geöffnet hat. Dies würde Berufstätigen den Einkauf dort ermöglichen. Eine Konkurrenz zu Wochenmärkten sieht Ritter „überhaupt nicht, weil auf diesen ja kaum Direktvermarkter aus dem hiesigen Landkreis präsent sind“.

Fördermöglichkeiten stehen zur Verfügung

Auf Betreiben Ritters hat die CDU-Kreistagsfraktion die Kreisverwaltung jüngst aufgefordert zu eruieren, ob es für eine solche Markthalle finanzielle Fördermöglichkeiten gibt. Antwort: Diese gibt es tatsächlich im Rahmen des EU-Programms „Leader“.

Allerdings könne das zur Stärkung des ländlichen Raums gedachte Fördergeld nur fließen, wenn das Projekt ausdrücklich nicht in den Mittelzentren Stadthagen, Rinteln oder Bückeburg platziert wird. Das würde bedeuten, dass es sich auch örtlich nicht um eine Konkurrenz zum Wochenmarkt in der Kreisstadt dreht.

Mit Zustimmung des Ausschusses für Kreisentwicklung wird die Kreisverwaltung die Samtgemeinden inklusive des Grundzentrums Obernkirchen über die Fördermöglichkeiten informieren. Zudem sollen die Direktvermarkter an einen Tisch geholt werden, um deren Interesse und Beteiligungsbereitschaft an einer Markthalle zu eruieren.

Zentrale Herausforderung für das Projekt ist es nach Einschätzung der Kreisverwaltung, einen Betreiber mit Branchenerfahrung zu finden. Koordinierend tätig werden soll das Leader-Regionalmanagement. ssr

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