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Stadthagen Stadt Marktplatz nicht zurückstellen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Marktplatz nicht zurückstellen
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17:40 28.06.2018
Bei der Altstadtsanierung soll das Kopfsteinpflaster in der Fußgängerzone ersetzt werden. Quelle: rg
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Stadthagen

Wie berichtet hatte die Verwaltung vorgeschlagen, den Marktplatz zunächst hintanzustellen und die Straßenzüge der Fußgängerzone erst dranzunehmen. Denn für beides gleichzeitig reicht das zunächst zur Verfügung stehende Geld aus dem Fördertopf „Städtebaulicher Denkmalschutz“ nicht.

Anlass der Entscheidung des Rates war die erforderliche Aufstellung einer Liste von Maßnahmen für das Förderprogramm. „Es ist uns wichtig, dass nicht nur die Straßenzüge, sondern auch der Marktplatz mit derselben Priorität in diese Liste aufgenommen wird“, sagte Jan-Philipp Beck (SPD): „Denn auch beim Marktplatz sehen wir denselben dringenden Handlungsbedarf.“

Fördermittel wachsen nicht in den Himmel

Der Ampel-Mehrheitsgruppe sei „schon klar, dass die Fördermittel nicht in den Himmel wachsen“, räumte Beck ein. Es gehe aber darum, nicht von vorne herein eine zeitliche Reihenfolge zugunsten der Straßenzüge festzulegen. „Wir wollen aufgrund der noch zu leistenden genauen Planungen und konkreten Berechnungen entscheiden, wo wir die Prioritäten setzen“, führte Beck aus. Ohnehin müsse die Politik vor dem Hintergrund des nur begrenzt zur Verfügung stehenden Geldes noch über den Standard der Umgestaltung entscheiden. „Etwa ob in den Straßenzügen der Fußgängerzone nur das Kopfsteinpflaster in der Mitte oder aber die gesamte Pflasterung ausgetauscht wird“, nannte Beck ein Beispiel.

Auch Heiko Tadge (CDU) nannte es „sehr sinnvoll“, den Marktplatz in der Liste mit derselben Wichtigkeit zu versehen wie die Straßenzüge: „Dass wir am Ende angesichts der begrenzten Ressourcen Prioritäten werden setzen müssen, ist uns klar.“

Tadge betonte, eine bessere Anbindung des Kaufhauses Hagemeyer an den Marktplatz sei enorm wichtig. Zwar befinde sich der außerhalb der Fußgängerzone liegende Teil der Marktstraße nicht im Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Aber dann müsse die Verwaltung für diesen Abschnitt, für den dringend eine Umgestaltung nötig sei, anderes Fördergeld auftreiben. Beck stimmte zu, diese Anbindung attraktiver zu gestalten, sei einer der wichtigsten Aufgaben – mit oder ohne Fördergeld.

Umschichtungen im Förderprogramm

Auf Zustimmung des Rates stieß der Vorschlag der Verwaltung, ursprünglich geplante Sanierungsmaßnahmen am Hundemarkt und im nördlichen Teil der Echternstraße zunächst aus der Liste für das Förderprogramm herauszunehmen, um das Geld ganz für die Fußgängerzone zur Verfügung zu haben.

Die Planungsarbeit soll nach Auskunft der Verwaltung über den Sommer fertiggestellt werden. Nach der politischen Sommerpause sollen die Konzepte in den Fraktionen beraten werden – auch die Frage, in welcher zeitlichen Reihenfolge die einzelnen Teile der Fußgängerzone drankommen. ssr

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