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Martini-Pastoren wollen „keine Stellung nehmen“

Stadthagen Martini-Pastoren wollen „keine Stellung nehmen“

„Keine Stellung nehmen“ will die Leitung der lutherischen St.Martini-Kirchengemeinde zu jüngsten Äußerungen von Landesbischof Karl-Hinrich Manzke. Dieser hatte nach Abschluss seiner mehrwöchigen Visitation der Kirchengemeinde im Gespräch mit dieser Zeitung die Martini-Gemeinde aufgefordert, diese sollte sich stärker in das städtische Leben in Stadthagen einbringen.

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Stärkeren Blick über den Kirchturm hinaus gefordert.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). „Die Situation ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Pastor Wolf-Peter Koech in Vertretung des abwesenden Oberpredigers Klaus Pönnighaus am Dienstag auf Anfrage namens der Kirchengemeinde-Leitung. Koech erläuterte das „offizielle Procedere des Abschlusses einer Visitation“. Zunächst werde demnach der Landesbischof einen Visitationsbericht abfassen und der Martini-Gemeinde zuleiten.

Für den 19. April ist nach Angaben von Koech ein Treffen zwischen Manzke und den Martini-Pastoren terminiert. „Dabei soll es darum gehen, was der Bischof aus seiner Sicht an Positivem und Negativem wahrgenommen hat.“ Darüber sei ein Austausch geplant.

Anschließend sei vorgesehen, die Mitglieder des bisherigen und des neu gewählten Kirchenvorstandes, eventuell auch des alten und neuen Kirchengemeinderates, hinzuzuziehen, fuhr Koech fort. Der Pastor erwähnte auch, dass es zwischen Manzke und Pönnighaus in den vergangenen Tagen einen telefonischen Kontakt über die betreffenden Äußerungen gegeben habe.

Manzke hatte in dem Zeitungsgespräch nachdrücklich hervorgehoben, die Martini-Gemeinde verfüge „über enorme Stärken und Potenziale“. Dies gälte speziell „für die beeindruckende Vielfalt ehrenamtlicher Mitarbeiter“. Gleichzeitig habe er in der Stadt rundum bei vielen Institutionen, unter anderem auch beim Rat der Stadt, „viel grundsätzlich freundliches Wohlwollen und Neugier gegenüber der Kirche festgestellt“ und die Erwartung nach mehr Präsenz. „Wieso ist die Kirchengemeinde nicht stärker öffentlich präsent?“ habe er aus den Reihen des Rates beispielsweise gehört.

Manzke hatte daran anknüpfend gesagt, dieses alles empfinde er wie eine Einladung, dass es für St.Martini an diesem Punkt gelte, „eine Handbremse zu lösen – ganz im Sinne einer Volkskirche“. Dies könne eine Chance sein, dieeigenen Stärken und Potenziale in der Stadt sichtbarer und wirksamer werden zu lassen, hatte der Bischof ermuntert.

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