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Maßarbeit aus dem frühen 18. Jahrhundert

Springbrunnen in Stadthagen Maßarbeit aus dem frühen 18. Jahrhundert

Der Springbrunnen im nördlichen Teil des Schlossgartens ist ein schöner und selbstverständlicher Anblick für die Schlossparkbesucher. Wie der Brunnen im frühen 18. Jahrhundert aussah, und dass das heutige Bassin aus dieser Zeit stammt, dessen ist sich jetzt Theodor Vollmer, Kunstmaler und Historiker, sicher.

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Laut Theodor Vollmer entspricht die Zeichnung dem heutigen Brunnen. 

Quelle: rg

STADTHAGEN. „Wir wussten nie, wie der Schlosspark in früheren Jahrhunderten ausgesehen hat“, berichtet Vollmer. Auch eine Ansicht des Brunnens gab es demnach nicht. Vor einigen Monaten nun hat die Stadthäger Historikerin Katja Duhme durch Zufall und via Internet im Staatsarchiv Darmstadt eine Zeichnung des Brunnens vom Anfang des 18. Jahrhunderts entdeckt. Seitlich ist auf der Abbildung zu lesen: „Zeichnung Von den Bassin oder Springbrunnen im Gräfl. Garten zum Stadthagen“.

Die Ähnlichkeit der Zeichnung mit dem heutigen Becken im Schlosspark scheint Vollmer „frappant“. Um herauszubekommen, ob die Zeichnung dem heutigen Becken entspricht, hat der Lauenauer nachgemessen. Sein Ergebnis: „Die Maße stimmen mit der Zeichnung überein.“ Der Innendurchmesser des Brunnens beträgt 7,07 Meter, der Außendurchmesser 7,66 Meter. Laut Quellen im Staatsarchiv Bückeburg habe das Bassin einen Durchmesser von 24 Fuß, das sind rund sieben Meter. Der Beckenrand besteht im heutigen Original wie auf der Zeichnung aus 20 Segmenten. Zwölf Reihen Bodenplatten sind in Nord-Südrichtung verlegt.

Vollmer kommt zu dem Schluss: „Das Brunnenbecken im Schlossgarten ist zweifelsfrei das auf der Darmstädter Zeichnung dargestellte, nur die Figur fehlt“. Die wasserspeiende Skulptur der Zeichnung ist im Garteninventar des Schlossparks von 1714 für den Brunnen erwähnt: „In der Mitte liegt ein SeeMann, durch welches Hals das Wasser herausspringet“. Nach Ansicht von Vollmer handelt es sich um einen Triton, einen Meeresgott der griechischen Mythologie. sk

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