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Massiver Einsatz wegen ungenehmigtem Hooligan-Konzert

Stadthagen / Polizei Massiver Einsatz wegen ungenehmigtem Hooligan-Konzert

Zu einem massiven Einsatz von Polizeikräften ist es am Sonnabend (30. April) wegen eines nicht genehmigten Konzerts in Stadthagen gekommen. Das Geschehen verlief jedoch glimpflich, es kam weder zu Gewaltakten noch zu Festnahmen. Lediglich 43 Platzverweise wurden ausgesprochen.

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An etlichen Zufahrtstraßen rings um Stadthagen kontrolliert die Polizei Fahrzeuge und untersagt potenziellen Konzertbesuchern den Zugang zum Veranstaltungsgelände. © rg

Stadthagen (ssr). Nach Angaben der Polizei hatte sich die in der Fußball-Hooligan-Szene bekannte Musikgruppe „Kategorie C - Hungrige Wölfe“ ein Klublokal in Stadthagen ausgesucht, um mit einem sogenannten „CD-Release-Konzert“ ihre diesjährige Tournee in Norddeutschland zu starten. Die Fans dieser Band stammen demnach vorrangig aus der bekannten Hooliganszene verschiedener norddeutscher Fußballvereine. Auf Nachfrage bestätigte ein Polizeisprecher, dass es sich bei besagtem Klublokal an der Körsestraße um Räumlichkeiten der Motorrad-Gruppe „Red Devils“ handelt.

Eine Anmeldung oder gar eine Genehmigung für dieses Konzert lagen weder bei der Stadt noch beim Landkreis vor. Die Veranstalter gaben vor, es seien lediglich geladene Gäste im Sinne einer Privatveranstaltung zugelassen. Doch das schätzten Polizei und Genehmigungsbehörden komplett anders ein. „Eintritt, Verkauf von CDs sowie von Essen und Getränken sind eindeutige Kriterien einer kommerziellen Veranstaltung, die hätte beantragt werden müssen“, erklärte der Polizeisprecher auf Nachfrage.

Als den Behörden gegen 18 Uhr ein auffallend großer Andrang vor dem Klublokal gemeldet wurde, seien „umgehend alle verfügbaren Polizeikräfte aus dem Raum Hannover, Hildesheim, Göttingen und Osnabrück alarmiert und nach Stadthagen verlegt worden“, so der Polizeibericht. Die Zahl der eingesetzten Beamten bezifferte die Polizei auf Nachfrage mit 150.

Hauptgrund des Eingreifens sei die Tatsache gewesen, dass die Räumlichkeiten des Klubs für eine größere Zahl von Besuchern nicht geeignet sind. Stadt und Polizei einigten sich darauf, die bis dahin anwesenden rund 100 Besucher zuzulassen, einen weiteren Zulauf jedoch zu verhindern. An mehreren Stellen am Stadtrand wurden daraufhin ortsfremde Autos kontrolliert und den Insassen der Besuch der Veranstaltung untersagt, wenn diese die Absicht dazu bekundeten.

Gegen 22.30 Uhr wurde das Konzert von den Veranstaltern freiwillig beendet. „Möglicherweise nicht zuletzt aufgrund der deutlich erkennbaren Polizeipräsenz“, so der behördliche Bericht, „verliefen das Konzert, die Anfahrt und die Abfahrt problemlos und insgesamt friedlich“.

43 Platzverweise wurden gegenüber Personen ausgesprochen, die der Aufforderung, dem Konzert fernzubleiben, nicht nachkommen wollten. Gegen den Verantwortlichen wurde wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Gaststättengesetz ein Verfahren eingeleitet.

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