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Mehr Grundschüler als erwartet

Stadthagen Mehr Grundschüler als erwartet

Die Sommerferien sind zu Ende. Für die Älteren beginnt heute der Schulalltag, die Abc-Schützen fiebern ihrer Einschulung am Sonnabend entgegen. Schulleiter und Kollegien der drei Stadthäger Grundschulen sind schon seit einigen Tagen wieder bei der Arbeit. Es gibt viel zu tun, denn es werden deutlich mehr Schüler unterrichtet als im vergangenen Jahr prognostiziert.

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STADTHAGEN. Stand jetzt gibt es in Stadthagen 751 Erst- bis Viertklässler. Gerechnet worden war mit 715. Zum Teil ist diese Entwicklung auf Zuzüge von Flüchtlingsfamilien zurückzuführen. Natürlich ergeben sich daraus verschiedene Bedarfe in den einzelnen Einrichtungen.

Unterstützung von Gymnasiallehrern im Unterrichtsalltag erhält beispielsweise Petra Ammon. Wie berichtet, hat das Land verpflichtende Abordnungen geschickt. Die Rektorin der Grundschule Am Sonnenbrink rechnet mit „gut 20 Stunden“, die Kollegen des Wilhelm-Busch-Gymnasiums übernehmen werden. Förderkonzepte könnten so aufrecht erhalten werden.

Unterricht und Sprachförderung

Zudem unterstützen zum Beispiel zwei neue Kolleginnen mit 20 Stunden die Sprachförderung an der Schule. Dies komme nicht nur den 59 Flüchtlingskindern zugute, sondern auch anderen Schülern mit entsprechendem Bedarf.

356 Kinder insgesamt werden im neuen Schuljahr Am Sonnenbrink unterrichtet, darunter 95 Abc-Schützen verteilt auf vier Klassen. Bis auf die dritten Klassen sind alle Jahrgänge vierzügig. „Wir hätten gerne auch die dritten Klassen noch einmal geteilt, hatten aber leider nicht genügend Schüler“, erklärt Ammon. Dafür seien die vierten Klassen so groß, dass in Fächern wie Deutsch und Mathe mit je zwei Lehrkräften unterrichtet wird.

Mit 97 Kindern startet die Grundschule an der Bergkette ins neue Schuljahr. Bis auf den dritten sind alle Jahrgänge mit um die 20 Kindern pro Klasse einzügig. 19 Abc-Schützen werden am Sonnabend nach dem Gottesdienst ihre Einschulung feiern.

Wie Rektorin Simone Wullkotte erklärt, werde das Nachmittagsangebot voraussichtlich weiter laufen wie bisher. Die Schule bietet eine verlässliche Betreuung bis 13 Uhr, im Anschluss besteht die Möglichkeit, bis 14 Uhr an der Hausaufgabenbetreuung teilzunehmen. Neue Bestrebungen, einen Ganztag an der Bergkette einzurichten, gebe es aktuell nicht.

Raumbelegung nicht so einfach

Wie berichtet, hat eine Elternbefragung im vergangenen keinen Bedarf für einen Ganztagsbetrieb festgestellt. In der Politik hatte das Befragungsmodell Kritik hervorgerufen, sodass in diesem Jahr Eltern erneut befragt werden sollten – und zwar nicht nur die, deren Kinder aktuell schon dort zur Schule gehen. Diese Umfrage hat bisher jedoch noch nicht stattgefunden und laut Wullkotte sei dies bisher auch nicht geplant. Ihr sei auch vonseiten der Elternschaft kein Bedarf bekannt.

Probleme bereitet die Raumbelegung. Wegen Brandschutz-Auflagen darf die bisher im Dachgeschoss untergebrachte Schulbücherei nicht mehr genutzt werden. Die Bücherei ist jetzt in ein Klassenzimmer umgezogen, ein Medienraum wurde zum Klassenraum umfunktioniert. Wulkotte hat bei der Stadt beantragt, die nötigen Baumaßnahmen umzusetzen. Eine Antwort steht noch aus.

Unterstützung von Gymnasiallehrern wird in Obernwöhren nicht gebraucht: „Wir sind voll besetzt.“

Auch die Grundschule Am Stadtturm braucht solche Unterstützung nicht für ihre 298 Schüler, wie Rektor Frank Plagge erklärt. Und dass, obwohl entgegen der Prognosen die ersten Klassen mit 85 Kindern vierzügig beschult werden statt dreizügig wie die übrigen Jahrgänge. „Diese Entwicklung hat sich aber bereits abgezeichnet, sodass wir damit planen konnten“, sagt Plagge. Außerdem erfülle die Schule alle Voraussetzungen, um durchgängig vierzügig zu agieren, sodass sich daraus keine Raumprobleme ergeben. col

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