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Mehr Leben auf dem Platz

Stadthäger Innenstadt Mehr Leben auf dem Platz

Weniger Treppenstufen, ein anderes Pflaster, mehr Sitzgelegenheiten und Bäume und ein neues Wasserspiel schweben Landschaftsarchitekt Klaus Schulze für den Marktplatz und die Innenstadt Stadthagens vor. Bei Gastronomen und Einzelhändlern treffen die Skizzen auf Neugier.

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Fahrradständer fehlen aus Sicht von Edeka-Geschäftsführer Michele Böhne auf dem Marktplatz.

Quelle: rg

Stadthagen. „In dem Konzept stecken tolle Ideen. Eine einheitliche Ebene für den Marktplatz und das Durchziehen der Sichtachsen halte ich für sinnvoll“, kommentiert Jochen Kreft von der gleichnamigen Intersport-Filiale. Auch die Kritik am Kopfsteinpflaster teilt der Sportwarenhändler: „Durch das Pflaster sind die Straßen weder barrierefrei, noch für Menschen mit Kinderwagen besonders gut geeignet.“ Dass sich in den nächsten Jahren trotz der guten Ideen viel auf dem Marktplatz tun wird, bezweifelt der Geschäftsmann aber.

Eine ebenere Fläche auf dem Markt käme insbesondere dem Ratskeller zu gute – allerdings nicht unbedingt wegen störender Stufen. „Der Boden unter unserem Außenbereich hat sich soweit abgesenkt, dass ein richtiges Gefälle entstanden ist und unsere Tische schief stehen“, beobachtete Geschäftsführer Oliver Sieloff. Abhilfe gebe es da bisher nur mit einigen Bierdeckeln unterm Tischbein. Auch mehr Grün auf dem Platz wäre Sieloff willkommen. „Alles Neue belebt die Innenstadt wieder etwas.“

Marktplatz bleibe hinter seinem Potential

Für Andreas Breuer vom Haushaltswarenhandel Breuer und Schweer stellen die Stufen auf dem Marktplatz besonders im Winter eher eine Stolperfalle dar. Besonders stört er sich aber an der defekten Beleuchtung. „Zwei defekte Lampen werden nicht mehr ersetzt. Beim Lichtkonzept der Stadt hat sich seit Jahren nichts mehr getan“, bemängelt Breuer. Ein anderer Gastronom, der nicht genannt werden möchte, beklagt sich über die kaputten Blumenkübel, die ebenso wenig ersetzt werden, und glaubt, dass der Marktplatz mit seiner aktuellen Gestalt hinter seinem Potenzial zurückbleibe.

Aus Perspektive des Edeka-Geschäftsführers Michele Böhne fehlen dort vor allem Fahrradständer. Viele seiner Kunden wüssten nicht, wo sie ihre Räder während des Einkaufs lassen sollen. Das Thema Sitzplätze betrachtet Böhne von der anderen Seite: „Während des Wochenmarktes nehmen die Sitzgelegenheiten der Gastronomie zu viel Fläche ein. Gebe es mehr Platz für weitere Stände, könnte man vielleicht noch mehr Kunden in die Stadt locken.“ geb

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