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Stadthagen Stadt Mehr Platz für Asphaltmischwerk
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Mehr Platz für Asphaltmischwerk
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00:20 07.01.2016
Auch beim Asphaltmischwerk ist der Winter eingekehrt.  Quelle: rg
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Stadthagen (js,mf)

 Das Vorhaben war in der jüngsten Sitzung des sogenannten Beirats (s. Kasten) bekannt geworden. Ein konkreter Antrag liegt der Stadt nach Angaben von Bauamtsleiter Gerd Hegemann aber noch nicht vor.  Es geht um ein südlich des heutigen Betriebsareals gelegenes Grundstück, das bislang als Waldboden ausgewiesen ist. Wem die Liegenschaft derzeit gehört, wollte der Bauamtsleiter auf Nachfrage nicht verraten. Nach SN-Informationen handelt es sich jedoch um Eigentum der Fürstlichen Hofkammer in Bückeburg.
 BI-Vorstandsmitglied Werner Schoch befürchtet, dass dort „gefährlicher Schotter aufgearbeitet werden könnte“. Seine Vermutung beruhe auf der unbestätigten Information, wonach die Firma Ahrens einen entsprechenden Antrag bereits beim Gewerbeaufsichtsamt eingereicht haben soll.
 Klein weist solche Spekulationen als falsch zurück und ist spürbar bemüht, die Gemüter zu beruhigen. „Es muss sich niemand Sorgen machen. Wir benötigen lediglich eine zusätzliche Lagerfläche für natürliches Rohmaterial.“ Eine Änderung der bisherigen Betriebsgenehmigung sei ausdrücklich nicht vorgesehen, versichert er.
 Bei der BI ist man trotzdem wenig begeistert von den Plänen. „Das Waldgrundstück ist Teil der grünen Lunge der Stadt“, sagt Schoch. In einer Stellungnahme warnt die BI außerdem, der nahe Wald könne gesundheitsgefährdende Stoffe aus dem Asphalt-Mischwerk absorbieren und zudem seine Lärmschutz-Funktion verlieren. „Wir wollen definitiv nicht, dass dort etwas geändert wird“, bekräftigt Schoch.
 Möglicherweise sind die Bedenken aber auch schon deshalb unbegründet, weil die dem Vernehmen nach in jedem Fall erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes nur mit Zustimmung des Rates erfolgen kann. „Die BI kann sich nicht vorstellen, dass die Ratsmitglieder aufgrund der bisherigen Erfahrungen erneut zugunsten dieses Unternehmens die Lebensbedingungen verschlechtern werden“, heißt es weiter in der Stellungnahme der Bürgerinitiative.
 Würde die Firma Ahrens einen Änderungsantrag stellen, hätte die BI im Rahmen gesetzlich vorgesehener Bürgerbeteiligungen die Möglichkeit, „Argumente gegen die Nutzung einzubringen“, macht Bauamtschef Hegemann deutlich. Sollte dies keine Berücksichtigung finden, blieben nach Inkrafttreten des neuen Flächennutzungsplans juristische Mittel, so Hegemann – sprich: der Gang vors Verwaltungsgericht.
 Tatsächlich gibt es derzeit aber wenig Anzeichen dafür, dass sich die Situation derart zuspitzt. Im Gegenteil: Die Firma Ahrens ist offenbar bestrebt, das nach jahrelangen Querelen lädierte Verhältnis zur Stadt zu verbessern, wie Geschäftsführer Klein betont. So schmiede sein Unternehmen gerade gemeinsam mit der Verwaltung Pläne für einen „Solarpark“ auf der Abraumhalde des Georgschachts.

Der Beirat

Der Beirat „Asphalt-Mischwerk am Georgschacht“ ist in den Jahren 2012 und 2013 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Bernd Hellmann gegründet worden. Mehr als 20 Mitglieder, darunter Vertreter von Schulen, Parteien, Stadtrat, BI und Gewerbeaufsichtsamt, sind in diesem Gremium vertreten, welches sich nach der Gründung etwa alle zwei Monate getroffen hat und mit der Firma Ahrens in ständigem Dialog war. Nach Angaben von Werner Schoch, Vorstandsmitglied der BI, blieb Ahrens den Treffen allerdings nach der dritten Runde fern. Seitdem sei die Arbeit des Beirats „etwas eingeschlafen“. In 2015 habe es nur zwei Sitzungen gegeben. Allerdings war Ahrens bei der jüngsten Tagung wieder vor Ort und hat die Pläne zur Erweiterung des Grundstücks vorgestellt. „Es wäre schön, wenn es jetzt wieder mehr Dialog gibt“, zeigt sich Schoch zuversichtlich. 

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