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Mehr Schutzstreifen statt Radwege

Stadthagen / Bauausschuss Mehr Schutzstreifen statt Radwege

Mehr Radschutzstreifen auf der Fahrbahn anstatt oder zusätzlich zu Radwegen – das ist der neueste Trend der Radwegeplanung in Stadthagen.

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Für die Interessen der Radfahrer soll in Stadthagen in den kommenden Jahren einiges passieren.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). In diesem Sinne soll im Frühjahr 2013 ein Radwegekonzept für die Kreisstadt verabschiedet werden. Das hat der Bauausschuss des Rates am Donnerstagabend empfohlen.

 Ein während dieser Sitzung präsentierter erster Vorentwurf der von der Stadt beauftragten Planungsgemeinschaft Verkehr (Hannover) sieht für etliche Hauptverkehrsstraßen folgende Neuerungen vor:

Enzer Straße: Zwischen Seilerstraße und Am Georgschacht gäbe es demnach künftig beidseitig Radschutzstreifen auf der Fahrbahn, daneben auf einer Seite zusätzlich einen Radweg. Westlich der Straße Am Georgschacht stadtauswärts fiele dieser Radweg dann weg. Die Breite der originär für Autos nutzbaren „Fahrgasse“ würde sich auf der Enzer Straße weitestgehend von sieben auf 4,50 Meter verringern. Ein durchgängiges Parkverbot wäre zudem zwingend.

St. Annen: Zwischen Krebshäger Straße und Jahnstraße gäbe es beidseitig Radschutzstreifen. Die „Fahrgasse“ für Autos wäre statt heute 7,50 dann noch 4,50 Meter breit, ein durchgängiges Parkverbot erforderlich.

Ostring: Hier hält das Planungsbüro sowohl beidseitige Radschutzstreifen als auch die künftige Mitnutzung des vorhandenen beidseitigen Gehwegs durch Radler für denkbar.

Probsthäger Straße: Diese zur Sackgasse gewordene Straße sollte laut Vorschlag zur Tempo-30-Zone erklärt werden, die Radler auf der Fahrbahn fahren.

Lauenhäger Straße: Empfohlen wird die Anlage von beidseitigen Radschutzstreifen. Die „Fahrgasse“ für Autos würde von heute 8,50 auf 5,50 Meter reduziert, es gälte durchweg Parkverbot.

Breslauer Straße: Hier wird ein kombiniertes Konzept abschnittsweise mit und ohne Radschutzstreifen vorgeschlagen, um Parkmöglichkeiten vor der Grundschule Am Sonnenbrink zu erhalten.

 Nach Angaben des Bauamtes haben Forschungen ergeben, dass Radschutzstreifen keinen Sicherheitsnachteil bedeuten. Außerdem seien sie kostengünstiger.

 Für etliche Verkehrsknotenpunkte stehen Vorschläge der Planer noch aus (etwa vor dem Bahnhofsgelände und für den Amtspfortenkreisel). Bauamtsleiter Gerd Hegemann betonte, die Planungen müssten mit den Straßenbaubehörden und der Polizei abgestimmt werden. Das Ergebnis dieser Gespräche sei offen.

 Der Rat soll im kommenden Frühjahr über das Konzept beraten und gegebenenfalls Prioritäten für dessen Umsetzung beschließen.

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