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Mehr Sozialarbeiter für Flüchtlinge gesucht

Nur Mitgefühl keine Qualifikation Mehr Sozialarbeiter für Flüchtlinge gesucht

Die Zahl der Flüchtlinge im Landkreis steigt an. Mit ihr wächst auch der Bedarf an Flüchtlings-Sozialarbeitern. Für diese ist hier der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zuständig. „Wir suchen derzeit dringend und kontinuierlich neue Kollegen“, berichtet Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske auf Anfrage: „Die Suche wird aber nicht gerade einfacher, da die Nachfrage nach geeigneten Flüchtlings-Sozialarbeitern auch ringsum stark steigt, während die Bewerberlage nicht gerade besser wird.“

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Stadthagen/Landkreis (ssr). Derzeit sind kreisweit bereits neun Flüchtlings-Sozialarbeiter im Einsatz. „Vom Bedarf her möchten wir in den kommenden Wochen fünf weitere Fachkräfte einstellen“, sagt Hanauske. Dabei gestalte sich die Anzahl der Interessenten erfreulich – allein in den vergangenen vier Wochen sind in der Awo-Kreisgeschäftsstelle in Stadthagen mehr als 20 Bewerbungen eingegangen. „Ich finde es sehr schön, dass das Interesse so groß ist“, freut sich die Geschäftsführerin.
Doch nicht alle der Bewerber weisen die erforderliche Qualifikation auf. So gehören zum Anforderungsprofil nach Auskunft von Hanauske beispielsweise ein abgeschlossenes Studium als Diplom-Sozialpädagoge oder Diplom-Sozialarbeiter sowie fundierte EDV-Kenntnisse. Viele der Bewerber könnten das nicht nachweisen. „Einige drücken ein ehrliches Mitgefühl für die Situation von Migranten aus, aber das alleine qualifiziert noch nicht für Flüchtlings-Sozialarbeit“, fügt Hanauske hinzu. Gleichwohl zeigt sich Hanauske zuversichtlich, kontinuierlich qualifizierte Einstellungen vornehmen zu können.
Die Awo-Sozialarbeiter kümmern sich unter anderem um erste Orientierungshilfen für Flüchtlinge nach deren Eintreffen. Sie beraten die Migranten in allen Fragen täglichen Lebens, geben etwa Unterstützung bei der Anmeldung in Kindergarten und Schule sowie bei Kontakten zu Behörden. Ebenso helfen sie den Neuankömmlingen bei der Beschaffung von dezentralem Wohnraum und Wohnungseinrichtungen. Nicht zuletzt halten sie Kontakt mit den Nachbarn der Flüchtlinge und arbeiten mit Unterstützergruppen vor Ort zusammen.

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