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Stadthagen Stadt Mehr als Kunst
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Mehr als Kunst
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00:17 06.06.2018
Schon bei Tag ein Hingucker, verwandelt sich der Stangenkubus nachts in ein anderes Kunstwerk – umhüllt mit Licht aus zwei Beamern. Quelle: tro
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Stadthagen

„Es hat sich einmal wieder gezeigt, dass das hier ein phänomenaler Ort ist“, sagte Projektleiter Raimund Sichma. Viele der Besucher hatten da schon den Sonnabend genutzt, um die verschiedenen Werke auf dem Bruchhof-Gelände in ihrer vollen Pracht zu entdecken.

„Ich finde es schön, hier einfach ein paar Runden zu drehen und mir alles ganz in Ruhe anzusehen“, sagte eine Frau im Gespräch mit einer Bekannten. Bei nur einer kurzen Runde durch den Wald wäre ihr auch einiges entgangen: „Eigentlich bräuchte man ein Programmheft, um alles zu verstehen“, so Sichma. Oft seien Intention und Aussage nicht sofort zu erkennen – ebenso wie manche der Kunstwerke selbst. „Es steckt viel mehr dahinter, als auf den ersten Blick zu sehen ist.“

Ernste Worte vor dem „Holywood“-Schriftzug – „dieses Jahr haben sich einige Werke etwas stärker in eine politische Richtung entwickelt“, so Projektleiter Raimund Sichma.

Ob holzige Spinnen und moosige Schlangen, mit Beamern kunstvoll ins Licht gerückte Plexiglasscheiben und Stangenkonstruktionen, Weltliteratur-Lesungen für den Wald und andere Zuhörer, ein Haufen Müll aus dem Wald vor einem „Holywood“-Schriftzug – für die Suchenden gab es vieles zu entdecken.

„Die Präsentation an diesem Wochenende ist das Ergebnis einer gemeinsamen Idee“, erklärte Sichma weiter. In der vergangenen Woche arbeiteten zahlreiche Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen – Kinder und Erwachsene, professionelle Landart-Künstler, Menschen mit und ohne Behinderung – an Installationen aus Stein, Lehm, Holz, Blättern und mehr. Lichtinstallationen ergänzten die Naturkunst, am Ende stand ein Gesamtwerk, das jedes Jahr auf neue Weise begeistert.

Mit einem weiteren Schwerpunkt auf Klanginstallationen und Sound setzten die Künstler dieses Jahr zudem neue Impulse. „Das werden wir auf jeden Fall weiterverfolgen“, sagte Sichma. „Wir alle werden älter, und auch Landart ist ein Transformationsprozess. Anfangs sind wir eher mit jugendlichem Leichtsinn an die Sache herangegangen, jetzt konzentrieren wir uns auf bestimmte einzelne Dinge.“ tro
 

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