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Mischwerk wird zu früh hochgefahren

Bußgeld? Mischwerk wird zu früh hochgefahren

 Die Bürgerinitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk“ (BI) lässt nicht locker: Wegen zahlreicher Beschwerden aus der Bevölkerung über die massiven Geruchsbelästigungen des Asphaltmischwerks will die BI noch im November beim Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim vorstellig werden.

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Stadthagen. Anhand des von der BI erstellten Geruchskatasters sei eindeutig zu belegen, dass nicht nur unmittelbare Anlieger in der Steigersiedlung, sondern je nach Windrichtung auch weiter entfernte Gebiete Stadthagens und der angrenzenden Gemeinden betroffen seien, erläuterte Vorstandsmitglied Dieter Latus: „Wir sind dankbar, dass viele Betroffene das Angebot auf unserer Internetseite www.bi-stadthagen.de nutzen, damit wir die Belästigungen nicht nur dokumentieren, sondern auch direkt an das Gewerbeaufsichtsamt weiterleiten können.“
 Ein weiteres Thema sei die aus Sicht der BI nach wie vor nicht wirksam geregelte Begrenzung der Wärmeleistung beim Betrieb des Asphaltmischwerks. Der Schadstoffausstoß der Anlage sei unter anderem abhängig von deren Wärmeleistung, führte Vorstandsvize Werner Schoch aus. Je mehr Wärme über die Verbrennung von Braunkohle erzeugt werden müsse, desto mehr Abgase mit gesundheitsschädlichen Schadstoffen, etwa in Form von gasförmigem Quecksilber und krebserregenden Stoffen, würden über den Schornstein ausgestoßen und großflächig in der Umgebung verteilt. „Deshalb ist es so wichtig, dass die genehmigte Abgasmenge nicht überschritten wird“, so Schoch: „Wir sind der Meinung, dass das Gewerbeaufsichtsamt in diesem Punkt bisher keine wirklich wirksame Regelung getroffen hat. Daher werden wir mit Nachdruck darauf dringen, dass nachgebessert wird.“
 Nicht zuletzt werde es darum gehen, den Anlagenbetreiber anzuhalten, die Vorgaben der Genehmigung einzuhalten. „Wir beobachten zum Beispiel und können das auch belegen, dass die Anlage regelmäßig früher als zu den genehmigten Betriebszeiten hochgefahren wird“, sagte Vorsitzender Jürgen Burdorf. Solche Verstöße stellten eine Ordnungswidrigkeit dar und sollten deshalb vom Gewerbeaufsichtsamt mit einem Bußgeld geahndet werden. „Es kann nicht angehen, dass sich der Anlagenbetreiber über rechtliche Vorgaben und Bestimmungen selbstherrlich hinwegsetzt“, so Burdorf.

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