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Mit Tempo 230 durch Schaumburg

Wählerinitiative fürchtet Lärm Mit Tempo 230 durch Schaumburg

Die Wählerinitiative WIR für Schaumburg befürchtet durch den geplanten Ausbau der Bahnstrecke Hannover-Bielefeld negative Folgen für Stadthagen.

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WIR-Sprecher Richard Wilmers befürchtet durch den geplanten Ausbau der Bahntrasse mehr Lärmbelästigung für die Stadthäger.

Quelle: pr.

Stadthagen. Da die Trasse künftig vier Gleise umfassen soll, werden der Gruppe zufolge die Züge teilweise mit bis zu 230 Stundenkilometern zwischen Achum und Lindhorst unterwegs sein und die Lärmbelastung in der Kreisstadt stark erhöhen. WIR beruft sich auf Einschätzungen der Stadtverwaltung.

„Bereits jetzt haben Stadthäger, die entlang der Bahntrasse wohnen, mit einer erheblichen Lärmimmission zu tun. Diese dürfte erheblich zunehmen“, fürchtet WIR-Sprecher Richard Wilmers. „Die Belange des Schallschutzes müssen in jedem Fall geregelt werden“, fordert der Stadthäger. Diese seien schon jetzt grob vernachlässigt. Seit vielen Jahren gebe es dazu massive Beschwerden seitens der Anwohner. Aus diesem Grund müsse die Stadtverwaltung im Zuge des Planfeststellungsverfahrens diese Frage prüfen und eine entsprechende Stellungnahme abgeben.

Gestiegene Anforderungen

Wilmers geht in seinen Überlegungen sogar noch einen Schritt weiter: Es sei zu befürchten, dass Häuser und andere Gebäude sowie Betriebsanlagen entlang der Trasse dem neuen Schienenstrang weichen müssen. Die Eisenbahnbrücken seien ohnehin auf die neuen, gestiegenen Anforderungen hin zu überprüfen, ergänzt der WIR-Sprecher. Unter Umständen müssen die Bauwerke ersetzt werden.

Selbst bei einem Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Echtorf und Porta Westfalica gibt es für Pendler aus Stadthagen und dem Umland nach Einschätzung der Wählerinitiative Probleme. So werden die Umstiegsmöglichkeiten zum Fernverkehr in Richtung Ruhrgebiet oder Osnabrück stark eingeschränkt, befürchtet WIR. Der schlimmste Fall wäre es, wenn die Anbindung an den Bahnhof in Minden komplett gekappt werde.

Stadtverwaltung ist gefordert

WIR sieht vor diesem Hintergrund erheblichen Informationsbedarf und strittige Diskussionspunkte. „Die Stadtverwaltung ist hier gefordert, die Bevölkerung über die Planungen der Bahn zu informieren. Die Meinungen aus der Bevölkerung müssen dann in die Stellungnahme der Stadt einfließen“, fordert Wilmers.

Der Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplanes ist Mitte März dem Bundestagsausschuss vorgestellt worden. Darin sollen die Weichen für die Entwicklung der Infrastruktur bis zum Jahr 2030 gestellt werden. Kernanliegen des Planes sind nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums „der Erhalt der Bestandsnetze und die Beseitigung von Engpässen auf Hauptachsen und in wichtigen Verkehrsknoten“. Das Gesamtvolumen der Projekte liegt bei rund 264,5 Milliarden Euro, knapp 141,6 Milliarden Euro sind für den Erhalt der bestehenden Netze vorgesehen.  bes

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